Großbrand am Donnerstagmorgen

Lagerhalle in Flammen: Brand hält Einsatzkräfte noch immer in Atem

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Brennendes Aluminiumpulver verursachte die riesige Rauchwolke. 

Brennendes Aluminiumpulver hat am Donnerstagmorgen einen Großbrand in einer Lagerhalle ausgelöst. Eine riesige schwarze Rauchwolke breitete sich über dem Gebiet aus. Am Freitag kämpften Einsatzkräfte noch immer mit Brandnestern.

Update 6. April, 16.43 Uhr: 

Auch am Freitag hielt der am Donnerstagmorgen ausgebrochene Brand die Einsatzkräfte weiter in Atem. Bis der letzte Teil des Komplexes niedergebrannt sei, werde es wohl bis Montag dauern, teilte die Polizei Nürnberg am Freitag mit. Feuerwehrleute, die die Halle kontrolliert abbrennen ließen, stießen immer wieder auf Brand- und Glutnester.

Solange das Feuer nicht komplett unter Kontrolle sei, bleibe eine Straße vor dem Betrieb weiter gesperrt. Brandexperten der Kripo hätten inzwischen mit der Klärung der Brandursache begonnen. Bis zum Freitag hätten ihnen aber noch keine Hinweise vorgelegen, wodurch das Feuer ausgelöst worden sei.

Weitere Entwicklungen am Donnerstag, 5. April

Update 14.18 Uhr:

Der betroffene Betrieb gibt Entwarnung: Giftig sei das Leichtmetall nicht. Das Unternehmen, das Metallpulver, -pigmente und -folien herstellt, teilte mit, dass beim Verbrennen von Aluminium keine giftigen Stoffe entstünden. 

„Der schwarze Rauch entstand vor allem durch das Verbrennen von Verpackungsmaterial, Holzpaletten und der Bausubstanz des Gebäudes.“ Ständige Messungen durch die Feuerwehr ergaben nach Polizeiangaben keine gesundheitsschädlichen Messwerte in Bodennähe.

Die Polizei beobachtete mit Hilfe eines Hubschraubers die Rauchwolke. Sie zog in nordöstliche Richtung bis nach Altdorf und schwächte sich dort ab. Neben der 750 Quadratmeter großen Lagerhalle wurden nach Angaben des Betriebs auch einige Dutzend Tonnen Material vernichtet - hauptsächlich Aluminiumpulver. Die Ursache für den Brand ist noch immer unklar.

Update 11.39 Uhr: 

Für Anwohner, die weitere Fragen haben, wurde nun ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Telefonnummer 09171/808-0 zu erreichen.

Die Rauchentwicklung hält weiterhin an und breitet sich von Roth hinaus nach Norden aus. Nach aktuellen Messungen der Feuerwehr können in dem Brandrauch jedoch keine akut gesundheitsschädlichen Konzentrationen festgestellt werden. 

Betroffene Anwohner werden jedoch auch weiterhin aufgefordert, wegen des Brandrauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei ist im Einsatz und beobachtet die Ausbreitung sowie die Bewegungsrichtung der Rauchwolke.

Weitere Bilder vom Großeinsatz finden Sie auf merkur.de*.

Feuer klingt langsam ab

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt, brach das Feuer gegen 5:45 Uhr in einer Lagerhalle eines Metallverarbeitenden Betriebs aus. In der Halle sind Verpackungsmaterialien (Leichtmetalle und Holzpaletten) gelagert. 

Wegen der Rauchwolke sollen Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten.

Nach aktueller Beobachtung durch die Feuerwehr klingt das Feuer in der Lagerhalle bereits langsam ab. Hierdurch ist zu erwarten, dass sich auch die Rauchentwicklung reduziert. Der Einsatz der Feuerwehr am Brandort wird sich jedoch voraussichtlich noch über mehrere Stunden hinziehen.

Update 10.25 Uhr: 

Bei Messungen wurden zunächst keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen in der Rauchwolke festgestellt. 

Da die Feuerwehr die Flammen nicht löschen konnten, wollten die etwa 150 Einsatzkräfte die Halle kontrolliert abbrennen lassen. Die Straße vor dem Betrieb sollte mindestens 24 Stunden lang gesperrt bleiben. Auch der Feuerwehreinsatz werde voraussichtlich noch mehrere Stunden dauern. Ein benachbartes Gebäude wurde geräumt. In der Halle waren Verpackungsmaterialien wie Leichtmetalle und Holzpaletten gelagert.

Starker Rauch bei Großbrand in Roth

Roth - Brennendes Aluminiumpulver hat im mittelfränkischen Roth starken Rauch ausgelöst. Die Polizei rief Anwohner am Donnerstagmorgen dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die über einer Lagerhalle entstandene Rauchwolke enthalte vermutlich giftige Dämpfe und solle nicht eingeatmet werden, teilten die Beamten mit. 

Auch Hautkontakt sollte demnach vermieden werden. Die Ursache für das Feuer war zunächst noch unklar. Die Rettungskräfte räumten ein benachbartes Gebäude. Die Löscharbeiten sollten mehrere Stunden dauern. Es kam zu Sperrungen und Verkehrsbehinderungen. Der Rauch zog am Morgen in nordöstliche Richtung.

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dpa

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