3,5 Millionen Euro Spende

Reiche Japanerin eröffnet „ihr“ Seniorenheim in Oberfranken

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Japanerin schenkt Stadt Hohenberg Seniorenheim.

Es klingt ein bisschen nach einem Märchen: Eine wohlhabende Dame aus Fernost schenkt einer oberfränkischen Kleinstadt ein Altenheim. Doch die Geschichte ist wirklich wahr. 

Hohenberg an der Eger - Das weitgehend von einer wohlhabenden Japanerin gestiftete Seniorenwohnheim in der oberfränkischen Kleinstadt Hohenberg an der Eger steht kurz vor der Eröffnung. 

Am Donnerstag werden sowohl die Geschäftsfrau Kazuko Yamakawa als auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in der Stadt im Landkreis Wunsiedel bei der Einweihung des Seniorenhauses dabei sein.

Huml zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Spenderin aus Fernost. Das Heim sei „in Form eines generationenübergreifenden barrierefreien Seniorenhauses konzipiert“ worden, sagte sie am Mittwoch laut Mitteilung. Geschaffen worden sei eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für zwölf Menschen, eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft für vier intensiv Pflegebedürftige, eine Tagespflegeeinrichtung sowie eine generationenübergreifende Begegnungsstätte.

Yamakawa hat 3,5 Millionen Euro gespendet

Nach Angaben der Stadt hat Yamakawa insgesamt 3,5 Millionen Euro zum Bau der Einrichtung bereitgestellt. Das Seniorenhaus soll deshalb ihren Namen tragen. Dass die Japanerin sich ausgerechnet in Hohenberg an der Eger (Landkreis Wunsiedel) sozial engagiert, hängt damit zusammen, dass sie mit Stoffen aus dieser Kleinstadt in ihrer Heimat viel Geld verdient hat.

Warum kennt die Japanerin eigentlich Hohenberg?

Ende der 1960er Jahre hatte sie mit ihrem Mann in Belgien Tücher eines Unternehmens aus Hohenberg entdeckt. Den besonderen Stoff - Chenille - importierte das Paar nach Japan, wo er reißenden Absatz fand. Mitte 2012 habe sie sich bei der Stadt gemeldet, erzählte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) vorab, Ende 2012 habe sie den ersten Geldbetrag überwiesen. Chenille wird heute noch in Hohenberg produziert, Japan gilt noch immer als wichtiger Absatzmarkt des Unternehmens Feiler.

Japanerin schenkt oberfränkischer Stadt ein Altenheim

dpa

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