Wahl am 16. April

Referendum in der Türkei: Ein Drittel der Türken in Bayern hat gewählt

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Eine Frau gibt in Fürth ihre Stimme ab.

München - Kurz vor dem Ende der Abstimmung über das Verfassungsreferendum in der Türkei hat gut ein Drittel der in Bayern wahlberechtigten Türken seine Stimme abgegeben.

Wie die Wahlkommission in Ankara auf dpa-Anfrage mitteilte, beteiligten sich bis einschließlich Donnerstag in München rund 37 Prozent, in Fürth rund 34 Prozent der Wahlberechtigten.

Der Vorsitzende des Vereins Türkische Gemeinde in Bayern e.V., Vural Ünlü, zeigt sich von der bisherigen Wahlbeteiligung im Freistaat enttäuscht. „Wir hätten uns für solch eine Schicksalswahl viel mehr erhofft. Die geringe Wahlbeteiligung zeigt aber auch den Frust vieler Deutschtürken, die das Wahlkampfgetöse und die Lagerkämpfe um Erdogan satt haben“, sagte er.

Die Türkische Gemeinde in Bayern blicke mit Ungewissheit auf den Ausgang des Verfassungsreferendums. „Es wird ganz knapp“, sagte Ünlü. „Wir glauben, dass es davon abhängt, was jetzt kurz vor der Zielgerade noch in der Türkei passiert. Es wird auf den letzten Metern entschieden.“

Insgesamt sind nach Angaben der türkischen Wahlkommission in München rund 115.000 und in Nürnberg rund 65.000 Wähler registriert. Noch bis Sonntag um 21 Uhr können türkische Wahlberechtigte in Bayern über die Verfassungspläne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan abzustimmen. Die Verfassungsreform würde dem Staatsoberhaupt in der Türkei deutlich mehr Macht verleihen. Das Referendum in der Türkei findet am 16. April statt.

dpa

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