Verfahren dauert länger als geplant 

Prozess um Mordversuch bei Einbruch - Angeklagter in Haft gewalttätig

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Prozess wegen versuchten Mordes in Memmingen

Memmingen - Nachdem ein 21-Jähriger bei einem Einbruch einen Bewohner niedergestochen hatte, kam er in die JVA Kempten. Dort soll er wieder gewalttätig geworden sein.

Ein wegen versuchten Mordes bei einem Wohnungseinbruch angeklagter 21-Jähriger soll in der Untersuchungshaft wieder gewalttätig geworden sein. Dies geht aus einem Bericht der Justizvollzugsanstalt (JVA) hervor, der am Dienstag in dem Prozess vor dem Landgericht Memmingen verlesen wurde.

Der 21 Jahre alte Angeklagte hatte gestanden, in einer Nacht im Dezember 2015 in Kötz (Landkreis Günzburg) in ein Einfamilienhaus eingestiegen zu sein. Dort hatte er bei einer Auseinandersetzung mit seinem Dolch den Bewohner niedergestochen. Der 58-Jährige hatte den Einbrecher überrascht und war lebensbedrohlich verletzt worden.

Drei Monate nach der Tat wurde der 21-Jährige in Düsseldorf festgenommen. Danach kam er in eine Abteilung für junge Straftäter in der JVA Kempten. Dort soll er mehrfach einen Mitgefangenen mit Faustschlägen traktiert haben, deswegen wurde er ins Gefängnis Memmingen verlegt. In dem JVA-Bericht ist von einem „hohen Gewaltpotenzial“ des Mannes die Rede.

Im dem Prozess sollten ursprünglich bereits am Dienstag die Plädoyers gehalten werden. Da das Verfahren länger als geplant dauerte, werden Staatsanwaltschaft und Verteidiger nun voraussichtlich am Donnerstag ihre Strafanträge halten, danach wird das Urteil erwartet. Da der Angeklagte bei der Tat mit einem Alter von 20 Jahren noch Heranwachsender war, muss das Gericht entscheiden, ob er nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht zu bestrafen ist.

dpa

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