Wegen versuchtem Totschlag vor Gericht

Autofahrer soll absichtlich Fußgänger gerammt haben

Aschaffenburg - Als zwei Fußgänger ihm einen Vogel und den Mittelfinger zeigten, soll ein Mann (36) in Aschaffenburg ausgerastet sein: Er soll sie gezielt angefahren haben.

Er soll sich über rüde Gesten geärgert und deshalb mit Absicht zwei Fußgänger angefahren haben - das wirft die Staatsanwaltschaft einem 36 Jahre alten Autofahrer vor. Wegen versuchten Totschlags steht er seit Donnerstag vor dem Aschaffenburger Landgericht, sagte ein Sprecher.

Laut Anklage war der Mann Mitte April mit seinem Wagen sehr schnell eine Straße in Sailauf (Landkreis Aschaffenburg) entlang gefahren. Dabei habe er nur knapp zwei Fußgänger verfehlt, die gerade die Straße überquerten. Die 17 und 19 Jahre alten Jugendlichen hätten ihm dafür einen Vogel und den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt.

Daraufhin soll der 36-Jährige gebremst, den Rückwärtsgang eingelegt und die beiden Opfer mit einem Tempo von 30 bis 35 Stundenkilometern gezielt angefahren haben. Die Jugendlichen seien schwer verletzt worden. Der Angeklagte räumte das Geschehen vor Gericht ein, bestritt aber, die Jugendlichen mit Absicht getroffen zu haben. Der Prozess wird fortgesetzt, ein Urteil könnte am Mittwoch fallen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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