Bundesrat fordert höhere Strafen

Polizei kontrolliert Rettungsgassen - zahlreiche Verstöße

Etliche bilden keine Rettungsgasse, manche fahren den Rettungsfahrzeugen sogar hinterher, um schneller voranzukommen - nun werden Anzeigen und Bußgelder verhängt.

Rosenheim - Bei Kontrollen in Staus hat die Polizei 85 „Rettungsgassenverweigerer“ im südlichen Oberbayern gestellt. Die Autofahrer mussten ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro zahlen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zwei Personen erhielten eine Anzeige, weil sie in der Gasse den Einsatzfahrzeugen hinterhergefahren waren, um schneller vorwärtszukommen.

Die Kontrolleure überwachten bis zum Montag drei Wochen lang insbesondere die Autobahnen A95, A8, A93 und A94 bei größeren Staus nach Unfällen und bei Baustellen. In diesen Zeitraum fiel auch der starke Rückreiseverkehr zum Ende der Sommerferien.

Die Strafen für blockierte Notgassen sollen in Zukunft um ein Vielfaches höher ausfallen. Der Bundesrat forderte nach dem schweren Busunglück auf der Autobahn 9 in Oberfranken Geldbußen von mindestens 200 Euro sowie Fahrverbote.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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