Die Schulden drücken

Riesige Pachtrückstände: Markante Fürther Hotel-Pyramide insolvent

+
Die Hotel-Pyramide Fürth musste wegen Pachtrückständen Insolvenz anmelden.

Schon seit 2016 ist die markante Pyramide aus Fürth, die ein Hotel beherbergt, wegen Baumängeln geschlossen. Jetzt muss das Betreiber-Ehepaar wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden.

Die bisherigen Pächter der markanten Hotelpyramide in Fürth haben Insolvenz angemeldet. Es ist die Folge eines Gerichtsurteils: Anfang Juni hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth das Betreiber-Ehepaar zur Zahlung von Pachtrückständen nebst Zinsen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro an die Eigentümer des Gebäudes verurteilt.

Nun sei vorsorglich Insolvenz in Eigenverwaltung zur Sicherung des Vermögens der in Liquidation befindlichen Betreibergesellschaft angemeldet worden, sagte Petra Erras der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Erras hatte das Hotel mit ihrem Mann Heribert mehr als 20 Jahre lang betrieben.

„Nachdem eine Einigung mit den Eigentümern trotz erneuter Verhandlungen und größter Anstrengungen nicht möglich war, haben wir als ordentliche Kaufleute nun jedoch keine andere Wahl, als vorsichtshalber Eigeninsolvenz anzumelden“, erläuterte Erras. Ein Justizsprecher bestätigte den Insolvenzantrag. Das Amtsgericht habe zunächst einen Gutachter bestellt; danach werde entschieden, ob das Insolvenzverfahren eröffnet werde.

Mangelnder Brandschutz und dreckiges Trinkwasser

Wegen angeblich gravierender Mängel hatten die Fürther Hoteliers die Hotelpyramide im vergangenen September überraschend geschlossen und Pacht einbehalten. Daraufhin forderte der Eigentümer - die Immobilienfirma Grand City Property - per Zivilklage Pachtrückstände samt Zinsen in Millionenhöhe. Konkret geht es um mangelnden Brandschutz und schmutziges Trinkwasser, das aus der Leitung gekommen sein soll.

Unklar ist, wie es nun in dem Rechtsstreit weitergeht: Über die Zahlung der Pachtrückstände hatte die Kammer in einem Urkundsprozess nur aufgrund des Pachtvertrags entschieden. 

DPA

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Familienstreit eskaliert - Mann bedroht Sohn mit Waffe 
Familienstreit eskaliert - Mann bedroht Sohn mit Waffe 
26-Jähriger stürzt 150 Meter in die Tiefe und stirbt
26-Jähriger stürzt 150 Meter in die Tiefe und stirbt
Mann legt Hörgerät ab und geht schlafen - vergisst aber etwas Wichtiges
Mann legt Hörgerät ab und geht schlafen - vergisst aber etwas Wichtiges
Vor den Augen seines Bruders: Kletterer stolpert und stürzt in den Tod 
Vor den Augen seines Bruders: Kletterer stolpert und stürzt in den Tod 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.