Nürnberger S-Bahn: SPD sieht Ausverkauf bayerischer Interessen

Der Betrieb der S-Bahn ist jetzt in britischer Hand. Foto: Daniel Karmann/Archiv
+
Der Betrieb der S-Bahn ist jetzt in britischer Hand. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg (dpa/lby) - Im Zusammenhang mit der Vergabe des Nürnberger S-Bahn-Betriebs an eine britische Firma hat die SPD der Staatsregierung den Ausverkauf bayerischer Interessen vorgeworfen. "In Nürnberg hat sie bereits Tür und Tor geöffnet für Dumpinglöhne. Bei den 700 Eisenbahnbeschäftigten in Nürnberg geht nun die Angst um", kritisierte SPD-Landeschef Florian Pronold am Samstag.

"Es muss Schluss sein mit dem Ausschreibungswahnsinn im Schienenpersonennahverkehr", erklärte Pronold weiter. Bei künftigen Ausschreibungen müssten bestehende Tarifverträge zur Grundbedingung gemacht werden. Ein Tariftreuegesetz und ein Vergabegesetz in Bayern seien überfällig.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft hatte am Montag mitgeteilt, dass die britische National Express Rail GmbH den Zuschlag für den Betrieb des S-Bahn-Verkehrs im Großraum Nürnberg von Dezember 2018 bis Dezember 2030 erhalten soll. Das Unternehmen ist damit der erste private Betreiber eines größeren S-Bahn-Netzes in Deutschland.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Mutmaßlicher Drogenkurier ergreift Flucht auf A3 bei Nürnberg - Verfolgungsjagd mit Polizei endet in Unfall
Mutmaßlicher Drogenkurier ergreift Flucht auf A3 bei Nürnberg - Verfolgungsjagd mit Polizei endet in Unfall
Kloster Andechs: Ex-Mönch heiratet Lebensgefährten - Münchner OB Reiter traut Paar
Kloster Andechs: Ex-Mönch heiratet Lebensgefährten - Münchner OB Reiter traut Paar
Glücklicher Lotto-Gewinner freut sich „wie ein Auto“ - neue Taktik führt einen Handwerker zum Erfolg
Glücklicher Lotto-Gewinner freut sich „wie ein Auto“ - neue Taktik führt einen Handwerker zum Erfolg
Tram-Unfall: Zahl der Verletzten könnte noch steigen
Tram-Unfall: Zahl der Verletzten könnte noch steigen

Kommentare