Ergebnis der Ermittlungen

Mann stirbt bei Brand in Bamberger Asylunterkunft: Neue Details bekannt

Bislang konnte der Mann, der nach einem Brand in einer Asylunterkunft tot aufgefunden wurde, nicht identifiziert werden. Auch wie das Feuer entfachte, war unbekannt. Nun gibt es Antworten. 

Bamberg - Der bei einem Brand in einer Bamberger Flüchtlingsunterkunft gestorbene Mann ist identifiziert. Es handele es sich um einen 28-Jährigen aus Eritrea, teilte die Polizei am Donnerstag unter Berufung auf die rechtsmedizinische Untersuchung mit. „Für das Feuer dürfte der Mann selbst verantwortlich gewesen sein.“ Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand durch Fahrlässigkeit beim Rauchen entstand.

Dieses Bild habe sich aus etlichen, durch Dolmetscher unterstützten Vernehmungen anderer Bewohner der Asylunterkunft sowie aus den Untersuchungen eines Gutachters vom Landeskriminalamt ergeben. Auch ein Spürhund war am Brandort eingesetzt worden.

Das Feuer war in der Nacht zum Mittwoch in der Einrichtung ausgebrochen. Bei den Löscharbeiten wurde der Tote, der in dem Gebäudetrakt wohnte, in einem ausgebrannten Zimmer entdeckt. 15 Menschen erlitten eine Rauchvergiftung.

In der gesamten Unterkunft leben nach Angaben der Regierung von Oberfranken derzeit 1200 Menschen. Bis zu 3400 Personen können auf dem ehemaligen US-Militär-Gelände aufgenommen werden.

Die Meldung über den Brand in der mit Rauchmeldern ausgestatteten Wohnung sei gegen 3.00 Uhr am Mittwochmorgen bei der integrierten Leitstelle in Bamberg eingegangen, berichtete die Polizei. „Belastbare Hinweise, dass das Feuer schon einige Zeit vorher gemeldet wurde, ergaben sich im Zuge der bisher geführten Ermittlungen nicht.“ Ein Syrer hatte in einem Interview des Bayerischen Rundfunks den Vorwurf erhoben, der Sicherheitsdienst habe mit der Alarmierung der Feuerwehr gezögert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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