200 Beamte im Einsatz

Nach Tegernsee-Einsatz: Razzia gegen Waffennarren in der Region bringt spektakuläre Funde

München: Waffen-Razzia läuft in mehreren Landkreisen - 200 Beamte im Einsatz
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Rund 200 Beamte sind aktuell im Einsatz (Beispielbild).

Eine groß angelegte Razzia lief am Vormittag in Südbayern. Mehrere Landkreise nahe München sind betroffen. Der Einsatz geht auf einen Tegernseer Fall zurück.

Update vom 10. April 2019: Die Polizei rückte in den frühen Morgenstunden an! Bei einer großangelegten Anti-Terror-Razzia wurde auch die Wohnung des ehemaligen Bundesliga-Spielers Änis Ben-Hatira durchsucht.

Update, 13.30 Uhr: Die Hausdurchsuchungen gehen auf Erkenntnisse aus einem bereits bekannten Fall aus Tegernsee zurück. Im November wurden ein 70-Jähriger und ein 78-Jähriger während eines Waffen-Deals in einem Antiquitätengeschäft festgenommen.

Schwer bewaffnete Beamten in Schutzmontur stürmten dafür die Rosenstraße in Tegernsee.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde klar: Der Tegernseer Ladenbetreiber war bei Weitem kein Einzelfall. 

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen des Sachgebietes Waffenhandel im Bayerischen Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft München I ergaben sich Verdachtsmomente gegen mehrere Personen, die in den letzten Jahren in engem Kontakt mit dem 78-Jährigen standen.

Waffen-Razzia nach Tegernsee-Festnahme: Munition im vierstelligen Bereich

Diese mehr als 20 Objekte in München und den Landkreisen Bad  Tölz-Wolfratshausen, Rosenheim, Miesbach und Erding wurden am 20.03.2019 in den Morgenstunden von zwei Staatsanwälten und mehr als 200 Polizei- und Kriminalbeamten durchsucht. 

Dabei fanden die Ermittler mehrere halbautomatische Waffen, Munition im vierstelligen Bereich, mehrere verbotene Gegenstände, Handfeuerwaffen im zweistelligen Bereich und diverse Langwaffen.

Zehn Männer im Alter bis zu 94 Jahren wurden als Beschuldigte vernommen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I und des Bayerischen Landeskriminalamtes werden fortgesetzt.

Im Rahmen einer großen Razzia haben Mitarbeiter des Zolls Händler auf einem beliebten Weihnachtsmarkt in München kontrolliert.

Erstmeldung von 11.30 Uhr

München - Rund 200 Beamte durchsuchen seit Mittwochmorgen mehrere Häuser in Oberbayern nach Waffen. Betroffen sind laut LKA unter anderem die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Erding und Rosenheim sowie die Stadt München.

Etwa 20 Objekte stehen nach Angaben des Landeskriminalamts im Fokus des Einsatzes. Im Zuge anderer Ermittlungen sei der Verdacht des illegalen Waffenbesitzes in den Häusern in Südbayern entstanden.

Waffen-Razzia in Landkreisen Miesbach, Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim

Bereits am Dienstag hatte die Polizei im oberbayerischen Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau) mehr als 300 Schuss Munition, verbotene Gegenstände sowie scharfe Waffen gefunden.* Diesem Fund war ein Familienstreit mit Schusswaffen vorausgegangen. In Würzburg wurden zwei Personen wegen des Verdachts der Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie festgenommen.

Am Tegernsee hatte es ebenfalls jüngst eine spektakuläre Festnahme eines Antiquitätenhändlers gegeben, der eine Maschinenpistole verkaufen wollte.*

Die Polizei Berlin sucht derzeit nach einer Maschinenpistole. Sie ist im vergangenen Jahr spurlos verschwunden, was aber erst nach einigen Monaten aufgefallen ist, wie merkur.de* berichtet.

Bezüglich der rechtsextremen Gruppe „Combat 18“ hat Bundesinnenminister Horst Seehofer eine radikale Entscheidung getroffen. Deutschlandweit gab es Razzien.

Im Juni ist der Polizei bei einer bundesweiten Razzia ein wichtiger Schlag gegen einen Kinderpornografie-Ring gelungen.

dpa/kmm

*Merkur.de und nordbuzz.de Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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