Nach Unfall in Mittelfranken

Gaffer fotografiert Fußgängerin, die schwer verletzt am Boden liegt

Der Mann machte Fotos von der Schwerverletzten, während sich die Rettungskräfte um sie kümmerten - und reagierte dann völlig uneinsichtig.

Schwabach - Ein Mann hat im mittelfränkischen Schwabach eine bei einem Autounfall schwer verletzte Fußgängerin fotografiert. Der 30-Jährige muss nun mit einem Strafverfahren rechnen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. 

Er habe mit den Aufnahmen den „höchstpersönlichen Lebensbereich“ der Frau verletzt. Während sich Rettungskräfte um die Verletzte kümmerten, fotografierte der Mann die am Boden liegende 52-Jährige aus etwa fünf Metern Entfernung.

Mann wurde sofort aggressiv

Nachdem Beamte den Mann ansprachen, sei dieser sofort aggressiv geworden und habe sich „völlig uneinsichtig“ gezeigt. „Das Anfertigen von derartigen Bildaufnahmen ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern stellt auch einen Straftatbestand dar“, betonte die Polizei.

Der vorausgegangene Unfall hatte sich bereits am Dienstagabend ereignet. Ein 47 Jahre alter Autofahrer hatte die Frau beim Abbiegen übersehen, als diese in der Dunkelheit an einer Fußgängerampel die Straße überquerte.

Genug von Gaffern hatte auch dieser Feuerwehrmann: Nach einem Unfall auf der A3 platzte ihm der Kragen.

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Schlimmer Unfall in der Oberpfalz: Krankentransporter prallt auf A93 in Leitplanke.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer (Symbolbild)

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