Prozessbeginn in Nürnberg

Mitarbeiter und Handwerker betrügen Sparkasse um Millionen

Nürnberg - Drei Handwerker und zwei Sparkassen-Mitarbeiter haben Rechnungen gefälscht und so mehr als 1,2 Millionen Euro verschwinden lassen.

Mit fingierten Rechnungen sollen sie die Sparkasse in Nürnberg um mehr als 1,2 Millionen Euro betrogen haben: Zwei Mitarbeiter der Bank sowie drei Handwerker müssen sich seit Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Untreue in insgesamt mehr als 300 Fällen vor. Ein 47-jähriger Bauingenieur gab die Vorwürfe beim Prozessbeginn teilweise zu. Zusammen mit einem ebenfalls angeklagten 41 Jahre alten Industriekaufmann arbeitete er im Gebäudemanagement der Sparkasse. Dort waren die beiden für Baumaßnahmen an Immobilien der Bank zuständig und gaben Rechnungen für Handwerkerleistungen frei.

Rechnungen für Leistungen, die nie erbracht wurden

Die drei anderen Angeklagten - ein Trockenbauer, ein Elektromeister und ein Fliesenleger - sollen der Sparkasse Leistungen in Rechnung gestellt haben, die sie nie erbracht hatten. Die Handwerker und die beiden Sparkassenmitarbeiter teilten dann das Geld. Teilweise sollen die Angeklagten auch Unterschriften gefälscht haben. Für den Prozess sind bislang acht weitere Termine bis Mitte Mai geplant.

Kürzlich war ein Ex-Sparkassen-Mitarbeiter verurteilt worden, weil er rund 90 000 Euro auf sein Privatkonto überwiesen hatte.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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