Zehn Jahre Missbrauch an Buben

Vorwürfe gegen Zen-Mönch: Vergewaltigte er Kinder?

Augsburg -  Die Anklage listet 27 Missbrauchsfälle auf. Nun muss sich der 61-jährige Leiter einer buddhistischen Gemeinschaft vor dem Landgericht Augsburg verantworten.

Gegen den spirituellen Leiter einer buddhistischen Gemeinschaft ist Anklage wegen sexuellen Missbrauchs an sieben Kindern erhoben worden. Im Ermittlungsverfahren räumte er seine Taten teilweise ein. 

Systematisch soll sich der 61-Jährige über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren an den Buben vergangen haben. Die Kinder sollen bei den Taten vier bis 13 Jahre alt gewesen sein. Von den 27 Missbrauchsfällen werden fünf als schwer eingestuft. 

Verdacht: Besitz von knapp 2000 Kinderpornos

Wie die Augsburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch weiter mitteilte, soll der Mann aus dem Landkreis Augsburg zudem knapp 2000 Kinderpornos sowie zusätzlich mehr als 800 pornografische Dateien mit Jugendlichen besessen haben.

Der Angeklagte ist bereits seit Juli 2016 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben dazu, woher der Mann die Opfer kannte. Einen Termin für den Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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