Tödliche Gefahr

Mehrere Menschen brechen auf bayerischen Seen ein 

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Ein Schild warnt am Königssee vor dem Betreten der Eisfläche.

München - Die Polizei warnt vor dünnem Eis, doch viele Ausflügler hören nicht einmal auf Durchsagen: Am Samstag riskierten mindestens drei Menschen in Bayern so ihr Leben.

Riskanter Ausflug bei strahlendem Sonnenschein: Leichtsinnige Spaziergänger haben am Samstag die Wasserretter im Freistaat in Atem gehalten. Trotz Warnungen der Behörden vor dünnem und nicht tragfähigem Eis wagten sich zahlreiche Menschen auf die bayerischen Seen. Mindestens drei Menschen bekamen die Gefahr am eigenen Leib zu spüren. Auf dem Chiemsee retteten die Helfer einen eingebrochenen Mann vor dem Tod. Er kam ersten Erkenntnissen zufolge ohne Blessuren davon. Schmerzhaft endete hingegen der Sturz einer 51-Jährigen - sie brach am Samstag im Ammersee ein und schlug mit dem Kopf aufs Eis. Sie wurde leicht verletzt.

Auch auf dem Königssee stürzte am Mittag ein Mann durchs Eis. Der 77-Jährige konnte sich selbstständig wieder auf die Eisfläche retten. Rettungskräfte hätten den unterkühlten und durchnässten Mann in Empfang genommen, teilte die Polizei mit. Er sei ebenso wie 50 bis 100 weitere Menschen, darunter Kleinkinder, trotz Warnungen auf dem noch nicht ganz zugefrorenen See unterwegs gewesen, berichtete die Polizei. Warnhinweise der Wasserretter hatten die Spaziergänger zuvor ignoriert. Die Polizei rückte mit einem Hubschrauber an.

Die Beamten warnten angesichts der vergleichsweise milden Temperaturen auch für die weiteren Gewässer im Freistaat vor zu dünnen und schmelzenden Eisflächen. Entwarnung für Eis-Spaziergänger ist vorerst nicht in Sicht: Für den Sonntag prognostizierte der Deutsche Wetterdienst am höheren Alpenrand Temperaturen von bis zu acht Grad.

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Partnerportal chiemgau24.de.

dpa

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