CSU-Chef verliert an Zustimmung

Corona: Lockdown-Verlängerung und erste Lockerungen - Söder rauscht plötzlich ins Umfragetief

Vor wenigen Tagen verkündete Markus Söder Corona-Lockerungen für Bayern. Eine Befragung deckt jetzt auf: Der Ministerpräsident befindet sich derzeit in einem Umfragetief.

  • Die Corona*-Zahlen im Freistaat sinken.
  • Doch mehr als die Hälfte der Bayern ist inzwischen mit Ministerpräsident Markus Söder unzufrieden.
  • Das verdeutlicht das Ergebnis einer Umfrage.

München - Trotz einer erneuten Lockdown-Verlängerung treten in Bayern bald erste Lockerungen* in Kraft. Schon ab nächster Woche gelten im Freistaat neue Corona-Regeln*. Das verkündete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor wenigen Tagen auf einer Pressekonferenz. Doch mit Söders Corona-Fahrplan sind einige Bürger des Freistaats wohl schon länger nicht mehr zufrieden.

Lockdown im Freistaat: Immer weniger Bayern mit Söders Corona-Politik zufrieden

Eine Befragung deckt nun auf: Söder verliert zunehmend die Zustimmung der Bayern. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen (Samstag) stehen inzwischen nur noch rund 48 Prozent der Befragten hinter ihrem Ministerpräsidenten. Auf dem Höhepunkt der ersten Pandemiewelle lag dieser Wert noch bei 71 Prozent.

Für die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?“ wurden die Antworten von insgesamt 5021 Teilnehmern aus dem Freistaat berücksichtigt.

Corona-Umfrage in Bayern: Söder verliert Zustimmung der Bevölkerung

Der Anteil derer, die ausdrücklich unzufrieden mit Söders Arbeit sind, stieg laut der Umfrage auf 42 Prozent. Auf vergleichbare Werte sei Söder zuletzt im Februar 2019 - etwa ein Jahr vor Ausbruch der Corona-Krise - gekommen. 

Wären am Sonntag Landtagswahlen, käme die regierende CSU auf 46,1 Prozent. Mit 19,2 Prozent wären die Grünen zweitstärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 8,7 und den Freien Wählern mit 7,1 Prozent. Auf insgesamt 6,8 Prozent der Stimmen käme die AfD. FDP (4,2 Prozent) und die Linke (2,8 Prozent) hingegen würden den Einzug in den Landtag verpassen.

Alle Informationen zur Corona-Pandemie in Bayern gibt es in unserem News-Ticker. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (kof/dpa)

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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