Unabhängigkeit

Landrat will Neu-Ulm im „Nuxit“-Fall verlassen

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Neu-Ulm erwägt Kreisaustritt.

Der Stadtrat wollte am Abend entscheiden, ob bei der Staatsregierung ein Antrag zum Verlassen des Landkreises gestellt werden soll. 

Neu-Ulm - Vor der Entscheidung der Stadt Neu-Ulm, ob sie den gleichnamigen Landkreis verlässt, hat Landrat Thorsten Freudenberger einen Behördenumzug und eine Umbenennung des Kreises ins Gespräch gebracht. Der CSU-Politiker sagte am Mittwoch, dass in den anderen Kreisgemeinden die Zustimmung zu solch einem Schritt sehr groß sei. Sollte die Stadt Neu-Ulm aus dem Kreis austreten, wäre Neu-Ulm nicht mehr das Zentrum des Landkreises. „Verwaltungen sollten bei ihren Bürgern sein“, meinte Freudenberger.

Der Stadtrat wollte am Abend entscheiden, ob bei der Staatsregierung ein Antrag zum Verlassen des Landkreises gestellt werden soll. In Anspielung an den britischen EU-Austritt „Brexit“ und das Neu-Ulmer Autokennzeichen „NU“ wird seit Monaten in Schwaben über den „Nuxit“ diskutiert. Es wird eine Zustimmung des Stadtrats erwartet.

Unabhängigkeitsbestrebungen in der 61 000-Einwohner-Stadt

Der Landrat äußerte Verständnis für die Unabhängigkeitsbestrebungen in der 61 000-Einwohner-Stadt, machte aber auch klar: „Das ist kein Freudentag!“ Er betonte, dass die wohl bevorstehende Entflechtung von Kreis und Stadt nach mehr als 40 Jahren eine „Herkulesaufgabe“ sei. Bis auf Vereinsebene gebe es enge Verbindungen.

Freudenberger ließ offen, wohin das Landratsamt umziehen könnte und wie der Kreis künftig heißen könnte. Senden wäre als zweitgrößte Stadt im Landkreis ein denkbarer Kandidat. Die Stadt Illertissen wiederum war bis 1972 Sitz eines eigenen Landkreises und ist bis heute Außenstelle der Kreisverwaltung.

dpa

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