38 Schläge statt 228

Kompromiss im Streit um nächtlichen Glockenschlag in Pegnitz

Die Pegnitzer Bürger waren sich uneinig: Einige konnten aufgrund des nächtlichen Glockenschlags nicht schlafen, andere wollten ihn aber unbedingt behalten. Nun gibt es einen Kompromiss.

Pegnitz - Im oberfränkischen Pegnitz hat die Kirchengemeinde einen Kompromiss im Streit um den nächtlichen Glockenschlag gefunden. Wie Dekan Gerhard Schoenauer am Mittwoch sagte, hat der Kirchenvorstand beschlossen, dass die Glocken nachts nur noch zur vollen Stunde schlagen sollen - und nicht mehr alle 15 Minuten und auch nicht mehr doppelt in zwei Richtungen. Deshalb reduziere sich die Zahl der nächtlichen Schläge von 228 auf 38.

Entbrannt waren die Diskussionen um den Glockenschlag durch die Beschwerde eines Einwohners. Er hatte gesagt, das häufige Schlagen sei Ruhestörung und er könne dadurch nicht schlafen, wie Schoenauer schilderte. Daher stellte der Dekan die Glocke versuchsweise nachts ab. Daraufhin meldeten sich viele Bürger der Gemeinde im Landkreis Bayreuth, die das Läuten zurückhaben wollten.

„Ich bin froh, dass wir einen Kompromiss gefunden haben“, sagte Schoenauer. Er wolle nicht, dass es Streit um den Glockenschlag gebe. Schon am Mittwoch seien Techniker damit beschäftigt gewesen, die neue Variante des nächtlichen Glockenschlags einzurichten. „Ich hoffe, dass die technische Umsetzung in den kommenden Tagen klappt.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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