Ein anderer wird noch vermisst

Junger Bayer stirbt in Lawine in Tirol - Freund noch verschüttet

Etwa hundert Meter breit ist die Lawine, die sich am Freitag in Osttirol löst. Die Schneemassen begraben zwei junge Bayern - einer stirbt, der zweite wird vermisst.

Update 6. Januar 2018: Auch der 26-jährige Bayer, der am Freitag Abend noch als vermisst galt, wurde am Samstag tot geborgen.

Kals - In den österreichischen Alpen ist ein 25 Jahre alter Bayer in einer Lawine ums Leben gekommen. Die Schneemassen begruben ihn und seinen 26 Jahre alten Freund am Freitag, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Freund wurde noch nicht gefunden.

Der 25-Jährige konnte zunächst noch geborgen werden, bevor er für tot erklärt wurde. Sein Freund, der auch aus Bayern stammt, lag weiter unter den Schneemassen. Die Einsatzkräfte suchten zunächst nach ihm. Am Abend unterbrachen sie jedoch die Rettungsarbeiten an der Unfallstelle bei Kals am Großglockner in Osttirol aus Sicherheitsgründen. Spätestens bei Tagesanbruch sollte die Suche nach Angaben des Sprechers fortgesetzt werden.

Die beiden Männer kamen nie im Tal an

Die beiden Bayern hatten gegen 13.00 Uhr den gesicherten Skiraum verlassen und waren abgefahren, als sich das etwa 100 Meter breite und 400 Meter lange Schneebrett löste. Als die beiden Männer am Nachmittag nicht am vereinbarten Treffpunkt im Tal ankamen, alarmierte ein gemeinsamer Bekannter die Einsatzkräfte. Zur gleichen Zeit fuhren zwei Einheimische zufällig die gleiche Strecke ab und entdeckten den Lawinenabgang.

Der 25-Jährige Tote kommt aus dem Landkreis Rosenheim

Der Tote aus Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim) konnte noch mit Hilfe eines Lawinenverschüttetensuchgeräts geortet werden. Rettungsmannschaften bargen den jungen Mann, Versuche ihn zu reanimieren scheiterten jedoch. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche nach dem Verschütteten aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) unterbrochen. „Das ist ein riesiger Graben. Keiner kann abschätzen, wann der nächste Rutsch kommt“, sagte der Polizeisprecher. Die Retter stiegen am Abend wieder ins Tal ab und wollten die weitere Vorgehensweise besprechen.

Bei einem weiteren Lawinenabgang im Tiroler Kühtai dauerte die Suchaktion noch an. Es war unklar, ob es Verschüttete gibt.

Erst kürzlich kam es bei einem anderen Lawinenabgang zu einer schweren Tragödie: Eine Mutter und ihr Kind wurden von Schneemassen verschüttet - beide verstarben.

Hier finden Sie auch die Einstufungen der Lawinengefahr für die Hänge im Alpenraum.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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