Geschichten zum Schmunzeln

Jahresrückblick kurios: Wenn Autos schwimmen und Waschbären trinken lernen

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Im Landkreis Straubing-Bogen landete 2017 ein Auto im Swimmingpool.

Ein Auto im Pool, ein Raser im Fischteich, ein Waschbär im Rausch - viele kleine Geschichten aus dem zu Ende gehenden Jahr haben uns Schmunzeln lassen. Ein Rückblick der etwas anderen Art.

München - Bei all den schlechten Nachrichten, tragischen Ereignissen und traurigen Anlässen gab es 2017 aber auch immer wieder etwas zu lachen. Vor allem die Berichte von Polizei und Feuerwehr in Bayern sind ein Quell kurioser Meldungen. Eine Auswahl:

Shit happens: Ausgerechnet in ein Cabrio ergoss sich im April in Altomünster (Landkreis Dachau) das Güllefass eines Landwirtes. Der Autofahrer und seine Tochter waren mit offenem Verdeck unterwegs, als der entgegenkommende Landwirt einem parkenden Wagen ausweichen musste. Dabei geriet die Gülle in Wallung und schwappte ins Cabrio.

Widerspenstiges Krankenhaus: Das alte Krankenhaus in Marktoberdorf im Ostallgäu hielt im Mai auch der zweiten Sprengung stand. Nachdem bei einem ersten Versuch nur ein Teil der früheren Klinik in sich zusammengefallen war, brach nun bei der Nachsprengung ebenfalls nicht das komplette restliche Gebäude zusammen. Als der Sprengmeister schon resigniert hatte und die Arbeit von einer Abrissbirne erledigen lassen wollte, stürzte die Ruine mehr als zwei Wochen später ein.

Tatwaffe Stöckelschuh: Mit ihren Stöckelschuhen attackierte eine Nachtschwärmerin in Nürnberg eine Kontrahentin. Die 28-Jährige war mit der ungewöhnlichen Waffe im Februar ihrer Freundin zur Hilfe geeilt, die sich mit einer fünf Jahre jüngeren Frau angelegt hatte.

Ein betrunkener Waschbär und ein schwimmendes Auto

Waschbär im Rausch: Ein betrunkener Waschbär schwankte im September in Schlangenlinien über einen Radweg in Bergrheinfeld (Landkreis Schweinfurt). Ein besorgter Passant alarmierte die Polizei. Die Beamten vermuteten, der Vierbeiner habe sich wohl in den benachbarten Weinbergen mit vergorenen Trauben einen Rausch angefressen.

Versenkt: Eine Fahranfängerin landete im Juli in Niederwinkling (Landkreis Straubing-Bogen) mit ihrem Auto in einem Pool. Die 18-Jährige hatte sich womöglich wegen eines Fahrmanövers vor ihr erschrocken, das Lenkrad herumgerissen und war zwischen Hecke und Hausmauer hindurch geradewegs in den Swimmingpool gedüst.

Behörden-Wirrwarr mal anders: Im Mai warnte die Polizei vor zwei falschen Polizisten, die in Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) unterwegs seien und sogar blaue Polizeiausweise vorgezeigt hätten. Selbst eine detaillierte Personenbeschreibung der vermeintlichen Hochstapler gab es: „Auffallend klein“ seien beide gewesen - und: „Die Frau redete nicht.“ Wenige Stunden später dann die Entwarnung: Die Polizei räumte ein, es handle sich um - echte - Beamte des Zolls.

Peinliche Falle: Ein mutmaßlicher Dieb landete im Januar in einem Altkleider-Container in Germering bei München. Der Langfinger hatte wohl versucht, Kleider aus dem Container zu stehlen, und war dabei durch die Öffnung ins Innere des Containers geplumpst. Vergeblich versuchte der 35-Jährige, die Diebstahlsicherung zu überwinden. Erst als ein Passant merkwürdige Geräusche vernahm, kam Hilfe.

Teurer Schlaf und eine feuchte Flucht 

Fehlgeleitet: Von einer Baustelle am Vorplatz des Nürnberger Hauptbahnhofs gelangten im Mai etwa fünf Kubikmeter Flüssigbeton in die U-Bahn-Passage. Mitarbeiter der Stadt versuchten mit Eimern und Schaufeln, den flüssigen Beton aus einem Technikraum zu befördern.

Unkontrolliertes Zucken: Ein Nickerchen während der Aufführung wurde einem Operngast im Januar in Nürnberg zum Verhängnis. „Beim Aufwachen zuckte der Mann derart unkontrolliert mit den Armen, dass er ungewollt die Brille seiner Sitznachbarin traf, welche zu Bruch ging“, schilderte die Polizei. Schaden: 600 Euro.

Feuchte Flucht: Mit einem Sprung in einen Fischteich entkam ein Temposünder in Lauingen (Landkreis Dillingen) der Polizei. Beamte hatten den Fahrer im Juni kontrollieren wollen, weil er mit seinem Motorroller deutlich zu schnell in der Innenstadt unterwegs war. Der Mann suchte jedoch das Weite und sprang schließlich in den Teich. Am gegenüberliegenden Ufer konnte er den Verfolgern entkommen.

Ausnahmezustand: Weil sie völlig betrunken und bekifft waren, sorgten zwei Mitarbeiter des BMW-Werks in München für einen Stillstand der Produktion - ein Novum bei dem Autobauer. Noch vor Ende ihrer Spätschicht im März kollabierten die beiden, ihre Kollegen riefen den Notarzt. Das Fließband musste für 40 Minuten gestoppt werden.

Ein verlorener Wohnwagen und ein hygienebewusster Einbrecher

Verschollen: Ein Autofahrer verlor seinen Wohnwagenanhänger - und bemerkte das erst 100 Kilometer später. Polizisten fanden den herrenlosen Anhänger im April an einer Leitplanke auf einer Brücke in Nordendorf (Landkreis Augsburg). Der Besitzer war aber noch bis Schwabach in Mittelfranken gefahren, bevor er umkehrte.

Reinlicher Einbrecher: Nach einem Einbruch in Regensburg stellte sich der Täter noch am Tatort unter die Dusche und putzte sich die Zähne. Er ließ bei dem Vorfall im Juli ein benutztes Handtuch zurück und eine Zahnbürste, die der Wohnungsbesitzerin nicht gehörte.

Die Polizei, dein Freund und Helfer: Zwei hilfsbereite Beamte retteten einem 18-Jährigen im Mai möglicherweise das Abitur. Der Mann war mit dem Auto wegen eines leeren Tanks auf dem Weg zu seiner mündlichen Geografie-Prüfung in Fuchsstadt (Landkreis Bad Kissingen) liegengeblieben. Eine zufällig vorbeifahrende Streife wurde auf ihn aufmerksam. Den Beamten habe er kreidebleich erklärt, dass er in zehn Minuten seine Abiprüfung habe. Die Ordnungshüter zögerten nicht lange, schoben das Auto von der Straße und chauffierten den Mann zur Schule.

dpa

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