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Jahn verliert nach Fehlstart und Systemwechsel

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Jahn Regensburg - FC St. Pauli
Benedikt Saller von Regensburg (r) und Marcel Hartel von St. Pauli kämpfen um den Ball. © Armin Weigel/dpa

Am Ende fehlt den Regensburgern bei der Aufholjagd gegen St. Pauli das Glück. Spielentscheidend ist beim 2:3 die erste Hälfte, als die Gastgeber wie ein schwer angeschlagener Boxer in den Seilen hängen.

Regensburg - Das große Aufbäumen hat nicht gereicht. Nach einem krassen Fehlstart und einer fehlgeschlagenen Systemumstellung verpasste der SSV Jahn Regensburg beim rasanten 2:3 (0:2) gegen den Aufstiegsaspiranten FC St. Pauli die Belohnung für eine tolle Moral.

„Selbst nach dem 3:1 haben wir nicht aufgegeben. St. Pauli ist richtig geschwommen. Das Quäntchen Glück hat gefehlt“, kommentierte Jahn-Torwart Alexander Meyer nach der nächsten Heimniederlage in der 2. Fußball-Bundesliga. Acht der letzten zehn Partien hat das Team von Trainer Mersad Selimbegovic verloren - die Trendwende gelingt nicht.

„Wir müssen weitermachen bei dem, was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben“, sagte Selimbegovic. Die Reaktion versöhnte auch die 7605 Zuschauer, die in der ersten Hälfte nur St. Pauli spielen und jubeln sahen. Die Umstellung auf eine ungewohnte Dreierkette und ein früher Doppelschlag von Etienne Amenyido und Elfmeterschütze Guido Burgstaller waren letztendlich spielentscheidend. Daniel-Kofi Kyereh traf für die Gäste zum 3:1. Die Jahn-Treffer der Angreifer Andreas Albers (56. Minute) und David Otto (73.) waren am Ende zu wenig.

„Wir waren drauf und dran“, meinte Selimbegovic: „So blöd wie es klingt: Wir haben nicht schlecht begonnen. Aber du frisst mit der ersten Aktion das 0:1, mit der zweiten das 0:2. Das ist natürlich ein Schlag. In der ersten Halbzeit war es dann wie bei einem Boxer, der sich in den Seilen hält und dem letzten Treffer in die Fresse aus dem Weg zu gehen. So kamen wir mit Glück in die Halbzeit.“

Er wollte mit einer Dreierkette Zugriff auf St. Paulis Raute im Mittelfeld bekommen. „Die Idee war okay“, verteidigte Selimbegovic das Experiment. Es ging in der Praxis nicht auf, die Abwehr schwamm. „Wir haben das zum ersten Mal so gespielt. Wir waren davon überzeugt, hatten es trainiert“, berichtete Torwart Meyer. Im gewohnten System mit Viererkette klappte es dann erheblich besser. „Zweite Halbzeit haben wir mit offenem Visier gespielt“, sagte Meyer. Ohne Happy-End. dpa

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