Zahlreiche Verletzte

Insektenschutzmittel in Schuhcontainer: Polizei ermittelt

Poing - Nach dem Austritt eines Insektenschutzmittels in einer Bekleidungsfirma nahe München ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Beim Entladen eines Frachtcontainers hatten Dutzende Mitarbeiter eines Bekleidungshändlers über Schwindel, Übelkeit, brennende Augen und Reizungen der Atemwege geklagt. Laut Polizei kamen 21 Mitarbeiter zur Behandlung ins Krankenhaus. Sie hätten die Klinik aber inzwischen verlassen können. 51 Beschäftigte wurden am Firmenstandort in Poing medizinisch versorgt.

Nach Medienberichten enthielt der Container in China gefertigte Schuhe. Er kam auf dem Seeweg nach Rotterdam, wo er auf einen Lastwagen verladen und nach Poing gebracht wurde. Möglicherweise wurde vergessen, den Behälter vor dem Entladen zu entlüften, weshalb die Firmenmitarbeiter das Insektenvertilgungsmittel einatmeten. Nach Angaben des Zolls wird Ware aus Fernost zur Schädlingsbekämpfung mit Pestiziden besprüht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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