Polizei ermittelt

Illegaler Waffenfund: Besitzer vielleicht „Reichsbürger“

Nürnberg - In seiner Wohnung fanden Beamte mehrere Waffen und einen verbotenen Wurfstern. Nun wird gegen den Mann (56) ermittelt - und geprüft ob er ein „Reichsbürger“ ist.

Einen Kleinkaliberrevolver mit Munition, einen verbotenen Wurfstern und weitere Waffen lagerte ein 56-Jähriger in seiner Wohnung. Weder für den Revolver noch für die anderen Gewehre besitzt der Mann allerdings eine Erlaubnis. Nun wollen die Beamten herausfinden, ob es sich dem Besitzer um einen sogenannten Reichsbürger handelt. 

„Momentan haben wir dazu noch keine Hinweise“, dies werde aber geprüft, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstag. Demnach hatte die Polizei Hinweise bekommen, dass der 56-Jährige in seinem Bekanntenkreis Drohungen ausgesprochen hatte. Details hierzu nannte die Polizei nicht. Bei einer Durchsuchung eines Einfamilienhauses in Dentlein am Forst (Landkreis Ansbach) entdeckten die Polizisten dann das Waffenlager. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. 

Seit dem Tod eines Polizisten durch einen „Reichsbürger“ im Oktober im mittelfränkischen Georgensgmünd überprüfen die Behörden verstärkt die Reichsbürgerszene. Reichsbürger werden inzwischen bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an und behaupten stattdessen, dass das Deutsche Reich bis heute existiere.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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