Anliegen des Liedermachers

„Heimatverräter“: Hans Söllner wettert gegen Landwirte - und geht Wette ein

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Hans Söllner (rechts in einem Archivbild) wetterte gegen Landwirte. 

Wieder einmal hat sich der bayerische Liedermacher Hans Söllner durch einen seiner Wutausbrüche mit jemandem angelegt. Diesmal sind es die Landwirte und Behörden in seiner Heimat. Einem Bauer, der ihm Kontra bot, schlug er eine besondere Wette vor.

Berchtesgadener Land -  Eine Sache, die wahrscheinlich nicht jeder über Hans  Söllner weiß, ist, dass er ein passionierter Imker ist. Das führte dazu, dass er in einem Facebook-Post am Samstag gegen Landwirte und die Behörden in seiner Heimatregion Berchdesgadener Land schimpfte. Denn seiner Ansicht nach sorgen die Adressaten seines Wutausbruchs dafür, beziehungsweise lassen es zu, dass die Wiesen in seiner Heimat immer weniger einen Lebensraum für Bienen darstellen. Konkret würde eine zu intensive Bewirtschaftung durch das Ausbringen von Gülle, Mulchen, Mähen und Monokulturen dies bewirken.

„Ihr Verräter. Ihr Heimatverräter und Lebewesen- und Naturmisshandler“, tobte Söllner , „Ihr nennt euch Bauern oder Gärtner, ihr nennt euch Landwirte oder Züchter und Naturbeauftragte“, er jedoch nenne sie „geldgierige Lügner“. Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Am Montagvormittag postete er die Antwort von einem Bauern namens Michael W., der sich als „Eigentlich ein Fan, aber auch ein Landwirt“ bezeichnete. Dieser räumte ein, dass es selbstverständlich einige „schwarze Schafe“ gäbe, verwehrte sich aber dagegen, dass Söllner die Mehrheit seiner Kollegen anklagte. Söllner schlug ihm daraufhin eine Wette vor.

„Ich stelle dir auf deinen Hof oder Grund ein gesundes, vitales Bienenvolk hin“, so der Musiker, er biete W. auch eine Anzahl an Sicherheiten an. Bis zum April 2019 würde Söllner dann außer einer Behandlung gegen die Varroamilbe, die als bedeutsamster Bienenschädling weltweit gilt, nichts mehr für dieses Volk tun. „Wenn dann noch eine Biene lebt, entschuldige ich mich aufrichtig bei dir und freue mich dass um deinen Hof im Umkreis von 3-5 km alles" absolut" in Ordnung ist“, so Söllner. Bisher hat er noch keine Antwort des Landwirts bekanntgegeben.

Bei Nutzern auf Facebook stieß Söllners Aktion auf ein gemischtes Echo. Grundsätzlich fanden viele sein Anliegen gut. Es wurde aber kritisiert, dass seine Beobachtungen aus dem Berchtesgadener Land nicht auf ganz Deutschland übertragbar seien. Außerdem wurde teilweise kritisiert, dass die Bienen hier quasi für einen Tierversuch hergenommen würden.

Die intensive Landwirtschaft sorgt auch immer wieder für Probleme beim Trinkwasser. Laut einer Studie des Umweltbundesamts, die Anfang Juni veröffentlicht wurde, soll die Menge an Nitrat im Trinkwasser die offiziell zugelassenen Grenzwerte von 50 mg/l vielerorts bereits überschreiten. In derzeit 27 Prozent der Grundwasservorkommen in Deutschland ist die Belastung mit Nitrat viel zu hoch. Dadurch wird Trinkwasser in Zukunft wahrscheinlich deutlich teurer.

Hans Söllner ist durchaus für seine kontroversen Äußerungen bekannt. Zweimal legte er sich in der jüngsten Zeit etwa mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an, Anfang Februar beschimpfte er ihn derb auf Facebook, nachdem er ihn Anfang Dezember 2016 sogar einen „Faschisten“ und „Nazi“ genannt hatte.

Mit Bayern-Boss Uli Hoeneß hatte er sich außerdem im März des vergangenen Jahres angelegt, wie tz.de* damals berichtete.

hs

Wenn Sie sich dafür interessieren, welche Promis aus dem Münchner Umland und dem südlichen Oberbayern stammen oder dort wohnen, dann könnten Sie diese Liste von tz.de* und der Promi-Atlas von rosenheim24.de* interessieren. *tz.de und rosenheim24.de sind Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes von Ippen Digital.

Video: Darum sterben die Bienen aus

Video: SnackTV

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