Kunst aus dem Knast

Häftlinge verkaufen in Straubing ihre Arbeiten

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Am Wochenende zeigen Häftlinge der JVA Straubing ihre Kunstwerke bei einer Ausstellung. Hier ein Bild vom vorigen Jahr.

Straubing - Häftlinge des Hochsicherheitsgefängnisses im niederbayerischen Straubing (JVA Straubing) verkaufen am Wochenende eigene Kunstwerke.

Wie JVA-Mitarbeiter Michael Kiefl mitteilte, beteiligen sich an der diesjährigen Ausstellung 80 bis 100 Häftlinge mit rund 1000 Gegenständen. Der Gesamtwert der Ausstellung beträgt laut den Organisatoren rund 50 000 Euro.

Die Arbeiten sind in der Freizeit der Strafgefangenen entstanden und sehr unterschiedlich. So wurden überwiegend Malereien, jedoch auch Objekte wie Schachbretter, Schiffsmodellbauten, Krippen, Uhren, Bücher und Dekoartikel angefertigt. Motivisch bewegen sich die Werke Kiefl zufolge „quer durch den Gemüsegarten“: von asiatischen Malereien über Franz-Mark-Kopien bis hin zu christlichen Motiven und Blumen. „Was den Gefangenen gerade vorschwebt.“

Die Preise der einzelnen Exponate bestimmen die Häftlinge selbst, an sie gehen auch 90 Prozent des Erlöses, zehn Prozent behält die JVA für die Ausstellungskosten ein. Erfahrungsgemäß werden durchschnittlich 17 bis 20 Prozent der Exponate verkauft, sagte Kiefl. Neben den Freizeit-Arbeiten bieten zwei arbeitstherapeutische Betriebe der Anstalt weitere rund 1000 Exponate zum Verkauf an. Die Kunstaktion findet bereits zum 63. Mal statt.

dpa

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