Schluss ist erst in einem Acker

Gesuchter Verbrecher flieht in wilder Verfolgungsjagd nach Tschechien

Furth im Wald - Als Schleierfahnder einen Pkw-Fahrer in Ostbayern kontrollieren wollen, rast dieser davon - es entwickelt sich eine wilde Verfolgungsjagd.

Ein per Haftbefehl gesuchter Verbrecher hat sich in Ostbayern mit der Polizei auf einer Strecke von rund 30 Kilometern eine wilde Verfolgungsjagd geliefert. Dabei raste er von Furth im Wald im Landkreis Cham bis ins tschechische Horšovský Týn (Bischofteinitz), wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Schleierfahnder hatten den Fahrer am Karfreitag ohne konkreten Verdacht kontrollieren wollen. Doch der 47-Jährige missachtete sämtliche Anhaltezeichen und flüchtete. Dabei gefährdete er mehrere andere Verkehrsteilnehmer; den Streifenwagen hinderte er mit Rammversuchen am Überholen.

Die Polizisten versuchten den Fahrer daraufhin auch mit Hilfe tschechischer Kollegen und einer Straßensperre zu stoppen. Sie konnten ihn aber erst festnehmen, als der Mann nach einem Fahrfehler in einem Acker steckenblieb. Dort klagte er über massive Herzprobleme - ein Krankenhausarzt entlarvte dies jedoch als Lüge. In der Zwischenzeit hatten die Beamten herausgefunden, dass der 47-Jährige im März dieses Jahres wegen Betrugs zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Zudem ist er schon seit Jahren nicht mehr im Besitz eines Führerscheins und wurde auch schon mehrfach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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