Faschingsprinz in U-Haft

Nürnberger Fastnacht geht trotz Drogenskandal weiter

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Nürnberg - Nürnbergs Narren wollen sich trotz der Drogenaffäre in ihren Reihen den Spaß an der Fastnacht nicht verderben lassen. Die Faschingsprinzessin macht einfach ohne ihren Prinzen weiter. 

„Die Fastnacht geht wie geplant weiter“, kündigte die Vorsitzende des Festausschusses Nürnberger Fastnacht, Angelika Wimmer, an. Fastnachtsprinzessin Assol I. werde die mehr als 40 Auftritte in der laufenden Saison ohne ihren Prinzen absolvieren, sagte Wimmer der Deutschen Presse-Agentur. Das habe ihr die Prinzessin am Montag ausdrücklich versichert.

Ihr Mann, der Nürnberger Faschingsprinz Oliver I., war bereits am vergangenen Freitag wegen des Verdachts auf Kokainschmuggel in Untersuchungshaft genommen worden. Die Ermittler werfen dem verheirateten Nürnberger vor, mehrere Hundert Gramm Kokain aus Spanien nach Deutschland geschmuggelt zu haben. Das Rauschgift sei Ende vergangener Woche bei einer gezielten Polizeikontrolle in seinem Wagen entdeckt worden, berichtete eine Sprecherin der Anklagebehörde.

Wimmer versicherte derweil, nichts von einem schon länger bestehenden Verdacht der Ermittler gegen den Nürnberger gewusst zu haben. Der Festausschuss schaue sich die Kandidaten für das ehrenamtliche Prinzenamt sehr genau an: „Die Leute müssen neben gutem Auftreten und Geld auch einen guten Leumund haben“, sagte Wimmer. Daran habe es bei der Auswahl des Prinzenpaars für die Faschingssaison 2016/2017 keine Zweifel gegeben. „Von einem Drogenverdacht haben wir nichts gewusst. Wir sichern uns bei der Auswahl schon sehr gut ab.“

dpa

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