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Weg vom Fernseh-Bier, hin zum Craft-Bier und alkoholfreien Bier

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Ein kühles Bier nach Feierabend auf der heimischen Couch oder ein kühles Blondes in der Bar in München mit Freunden.

Das alkoholische Getränk gehört immer noch zu den beliebtesten in Deutschland, vor allem in Bayern. Schließlich trinkt jeder Deutsche durchschnittlich 101,2 Liter pro Jahr. Jedoch konnten Händler in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung beobachten. Zum einem stieg 2018 die Menge an verkauften Bier nach knapp 40 Jahren Stagnation zum ersten Mal wieder an. Zum anderen gibt es eine Tendenz weg von den herkömmlichen Marken und hin zu den Craft und alkoholfreien Bieren.

Was ist ein Craft-Bier überhaupt?

Craft Bier kommt ursprünglich aus den USA. In den 1960er Jahren dominierten dort Biersorten mit einem relativ niedrigen Alkoholgehalt den Markt (deswegen auch das Vorurteil, dass amerikanisches Bier wie verdünntes Wasser schmeckt). Diese sog. „Crisp Lager“ waren in allen Bars, Restaurants und Supermärkten zu finden. Die Leute sehnten sich jedoch nach einem kräftigeren Geschmack in ihrem Lieblingsgetränk. Deshalb fingen Bars und Pubs an ihr eigenes Bier zu brauen. Das Wort „Craft“ bezieht sich darauf, dass sämtliches Bier in Handarbeit hergestellt wird. In den USA machen Händler 14% ihres gesamten Umsatzes mit Craft-Bier. In Deutschland dürfte der Anteil deutlich geringer sein. Das Besondere beim Craft-Bier ist, dass meist besondere oder in Vergessenheit geratene Hopfen- und Marlzsorten genommen werden. Und diese sind meist wesentlich teurer, da sie schwierig zu bekommen sind. Das Bier muss wirklich gebraut und darf nicht künstlich erzeugt werden. Zudem muss der Hersteller „unabhängig“ (nur 25% des Unternehmens dürfen einem großen Konzern gehören oder anderweitig in sich in fremder Hand befinden) sein und darf nur eine bestimmte Menge jährlich produzieren.

Deutschland hingegen konnte in der Vergangenheit eine Verarmung an Biersorten vorweisen. In den 1960er und 1970er verschwanden viele Biersorten, da die Nachfrage nach Pils, Bock, Helles und Weizen stieg. Dadurch hörten viele mittelständische und kleine Brauereien auf besondere Sorten zu brauen, da es sich finanziell einfach nicht mehr lohnte.

Warum werden Craft-Bier und alkoholfreies Bier in Deutschland immer beliebter?

Wenn Sie abends mal wieder durch München schlendern, dann werden Ihnen sicherlich einige neue Läden und Bars auffallen. Tap Rooms und Craft Beer Bars schießen in großen Städten wie Pilze aus dem Boden. Kleine, lokale und unbekannte Marken werden immer beliebter. Vor allem junge Leute schätzen die verschiedenen Sorten an Bieren, selbst brauen kann man Bier natürlich auch.

Deutsches Bier ist zwar qualitativ einwandfrei und gehört zu den besten der Welt. Jedoch konnte in der jüngeren Vergangenheit ein beunruhigender Trend beobachtet werden. Um Kosten zu sparen wird das Bier vielerorts „standardisiert“. Das hilft zwar dabei u. a. die Qualität gleichbleibend zu halten, jedoch geht dadurch teilweise der eigene Geschmack verloren. Das Bier schmeckt langweilig und teilweise ähneln sich Marken so sehr, dass selbst Experten sie geschmacklich nicht auseinanderhalten können. Dadurch sehnt sich der Wunsch natürliche nach exotischeren Biersorten und Alternativen zu den traditionellen Marken.

Craft-Bier hingegen ist das genaue Gegenteil. Jede Brauerei hat ihr eigenes Rezept mit eigenen Zusätzen. Biersorten können hier plötzlich ungewohnte Aromen enthalten, wie beispielsweise Bier mit Vanille und Bananenzusatz. Die kleineren Brauereien lassen einfach ihrer Kreativität freien Lauf, was beim gelangweilten deutschen Biertrinker sicherlich gut ankommt.

Bei den alkoholfreien Bieren ist das gesteigerte Fitnessbewusstsein der Deutschen der Grund für die steigende Popularität. Alkohol enthält nämlich viele Kalorien, etwas was die meisten Menschen nicht wissen. Das schlägt sich auch auf den Nährwert eines Bieres nieder. So hat beispielsweise ein Pils im Durchschnitt 42 Kalorien pro 100 Milliliter. Die alkoholfreie Variante enthält dagegen nur 26 Kalorien, fast die Hälfte weniger. Geschmacklich muss es sich auch nicht mehr verstecken. Denn die Zeiten, wo alkoholfreies Bier kaum einen Geschmack hatte, sind längst vorbei. Diese werden inzwischen auch gerne mal in der Mittagspause getrunken.

Wie reagieren die Händler auf diese neue Entwicklung?

Restaurants und Bars bieten Craft-Bier und alkoholfreies Bier schon seit einigen Jahren auf ihren Getränkekarten an. Inzwischen ziehen auch Supermärkte nach und besitzen seit neustem exotische Biersorten in ihrem Sortiment. Selbst große Getränkemarktketten und Getränkelieferservices haben den Trend erkannt und bieten verstärkt lokale und kleine Marken an.

„Wir sehen natürlich diese Entwicklungen im Bereich der Biere und erweitern stetig unser Sortiment hier in München. Jedes Jahr kommen neue lokale Marken dazu. Da diese Biere meist sehr viel teurer sind und auch keine Massenprodukte wie dir großen nationalen Marken sind, bieten wir diese zudem in Sixpacks anstatt in ganzen Kästen an“, sagt auch Maximilan Elsholtz, Geschäftsführer von www.getrankedienst.com.

Was kann daraus geschlussfolgert werden?

Die herkömmlichen Biersorten und Marken werden auch weiterhin existieren. Für die nächsten Jahre wird tatsächlich sogar ein Anstieg des Bierkonsums in Deutschland vorhergesagt. Märkte und Getränkeläden werden allerdings in den nächsten Jahren verstärkt in kleinere Marken und Biersorten investieren müssen. Denn Verbraucher sind inzwischen auf den Geschmack des außergewöhnlichen bzw. alkoholfreien Bieres gekommen. Aller Wahrscheinlichkeit wird dieser Trend auch in voraussehbarer Zukunft weitergehen.

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