Nach Trennung ungebremst gegen Baum

Ex-Freundin schwer verletzt - Höchststrafe gefordert

Regensburg - Weil sich seine Freundin von ihm getrennt hat, soll ein Mann absichtlich einen Baum gerammt haben - um seine Ex-Partnerin zu töten. Er ist Wiederholungstäter. 

Die Staatsanwaltschaft in Regensburg hat die Höchststrafe für einen Mann gefordert, der mit Absicht gegen einen Baum gefahren sein soll, um seine Ex-Partnerin umzubringen. Der Ankläger verlangte dafür am Dienstag eine lebenslange Haft wegen versuchten Mordes und die Festellung der besonderen Schwere der Schuld. Das würde bedeuten, dass der Mann nicht nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden könnte.

Nach Überzeugung des Staatsanwalts hatte der Angeklagte es nicht verkraftet, dass die Frau sich kurz zuvor von ihm getrennt hatte. Zwischen Siegenburg und Schierling (Landkreis Regensburg), wo das Paar gelebt hatte, war der Mann an Dreikönig ungebremst gegen einen Baum gefahren. Die Frau auf dem Beifahrersitz überlebte den Unfall mit schwersten Verletzungen.

Aus Sicht des Verteidigers kommt höchstens eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags infrage. Ein konkretes Strafmaß nannte der Anwalt nicht. Das Landgericht Regensburg will das Urteil am 15. November verkünden.

Der Angeklagte hatte bereits wegen einer ähnlichen Tat im Gefängnis gesessen. Er wurde im Jahr 2004 im österreichischen Graz wegen vorsätzlicher Tötung seiner Verlobten zu 20 Jahren Haft verurteilt. Abgeschoben in sein Heimatland Ungarn wurde er dort im März 2015 vorzeitig entlassen. Wenige Wochen später zog er nach Deutschland.

dpa

Quelle: Merkur.de

Rubriklistenbild: © dpa

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