Ehemaliges Quelle-Versandzentrum kommt unter den Hammer

Blick auf das Gebäude des ehemaligen Versandhandels Quelles in Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/Archiv
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Blick auf das Gebäude des ehemaligen Versandhandels Quelles in Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg (dpa/lby) - Auf den Tag genau sechs Jahre nach der Quelle-Insolvenz kommt das ehemalige Versandzentrum des untergegangenen Handelsriesen in Nürnberg unter den Hammer. Das Amtsgericht hat für die Zwangsversteigerung am Dienstag Kaufinteressenten ins ehemalige Kasino des unter Denkmalschutz stehenden Klinkerbaus eingeladen. Der Komplex steht seit der Insolvenz weitgehend leer.

Die Versteigerung findet auf Antrag einer Grundschuldgläubigerin statt; eine Schweizer Großbank hatte die Grundstücke als Sicherheit für die Gewährung eines Kredits akzeptiert. Das aus mehreren Einzelgrundstücken bestehende Areal gehört dem insolventen niederländischen Unternehmen Valbonne Real Estate.

Der Verkehrswert des vom Bauhaus-Architekten Ernst Neufert entworfenen Komplexes liegt nach Angaben eines Gerichtssprechers bei 31,7 Millionen Euro. Wer beim ersten Termin den Zuschlag erhalten will, muss mindestens die Hälfte der Summe bieten.

Großes Interesse an dem Objekt hat der portugiesische Investor Sonae Sierra. Er will die rund 250 000 Quadratmeter für ein Einkaufszentrum, Wohnungen und Büros nutzen. Nach Angaben von Sonae Sierra-Deutschland-Chef Thomas Binder hat sich sein Unternehmen mit den Gläubigern auf eine sogenannte Ausbietungsgarantie geeinigt, die ihm die Übernahme garantiere. Ein Gerichtssprecher wollte sich dazu nicht äußern. Die Versteigerung werde ganz normal ablaufen.

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