DLRG begrüßt Idee für Sicherheitsdienst vorm Freibad

Sonne, Hitze - Corona-Beschränkungen: Dass derzeit deutlich weniger Menschen ins Freibad dürfen als sonst, führt immer wieder zu Ärger. Und der ist in Bayern mancherorts so groß, dass Städte rabiate Maßnahmen erwägen.

München - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern begrüßt die Idee für Sicherheitsdienste vor Freibädern. „Da drängt sich alles und die Rettungsschwimmer können nicht überall sein“, sagte DLRG-Sprecher Michael Förster der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet, dass die Stadt Bayreuth erwägt, einen Sicherheitsdienst vor dem Freibad einzusetzen. Hintergrund sind demnach Auseinandersetzungen zwischen wartenden Badegästen, die vereinzelt auch versucht hätten, über den Zaun zu klettern. Derzeit dürfen aufgrund der Corona-Maßnahmen nur 1000 Badegäste in das Schwimmbad. Zwischenzeitlich hätten allerdings fast 200 Menschen bei mehr als 30 Grad vor dem Freibad gewartet.

„Ich kann mir schon vorstellen, dass es die Überlegungen nicht nur in Bayreuth gibt und ich halte einen Sicherheitsdienst für keine schlechte Idee“, sagte Förster.

Für viele Menschen in Bayern ist es derzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen schwierig, einen Platz im Freibad zu ergattern. Je nach Größe des Schwimmbades ist nur eine bestimmte Anzahl an Badegästen zugelassen.

Das führt zu Unmut unter den Gästen, wie zahlreiche Medien berichteten. Besonders die Beschränkungen des Freibadebetriebs angesichts der geringen Fallzahlen und der - im Gegensatz zum Freibad - geringen Kontrolle an Seen und Flüssen stoßen auf Unverständnis.

Der Bürgermeister von Kahl am Main, Jürgen Seitz (SPD), wendete sich laut „Main Echo“ zum Wochenende in einem beinahe dramatischen Appell an die Öffentlichkeit: „Fahren Sie erst gar nicht nach Kahl!“

Mit den erwarteten Dauergästen und den bereits online vorgebuchten Tagesgästen sei die zulässige Besucherzahl bereits im Vorhinein erreicht. Auf dem Campingsee-Gelände seien zeitgleich 3500 Badegäste erlaubt, im Waldseebad 1200.

In Straubing steht nach Angaben des „Straubinger Tagblattes“ eine Ampel am Eingang, damit die Besucher sehen, ob sich das Anstehen in sengender Sonne lohnt oder nicht. dpa

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