Deutlich weniger Hochschul-Abschlussprüfungen im Corona-Jahr

Fürth - Im Corona-Jahr 2020 ist die Zahl der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen an Bayerns Hochschulen um 8,4 Prozent zurückgegangen. Insgesamt erhielten 72.446 Kandidatinnen und Kandidaten von den Universitäten und Fachhochschulen ihre Urkunde. Die Hälfte (50,6 Prozent) von ihnen waren Frauen, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mitteilte.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Promotion erwarben 2180 Akademikerinnen und 2474 Akademiker einen Doktortitel.

Am stärksten war der Rückgang mit knapp 14 Prozent bei den universitären Abschlüssen. Allerdings hatten die Studierenden aufgrund der Corona-Pandemie die Möglichkeit, Fristen für das Ablegen von Prüfungsleistungen zu verlängern. In Summe gab es bei den Universitäten mit 34.161 dennoch die meisten erfolgreichen Abschlüsse (47,2 Prozent), bei den Fachhochschulabschlüssen (38,8 Prozent) kamen weitere 28.122 hinzu. Des Weiteren legten 4575 Absolventinnen und Absolventen ihre Lehramtsprüfung, 4654 ihre Promotion sowie 934 die Prüfung für künstlerische oder sonstige Hochschulabschlüsse ab.

Während der Geschlechteranteil sich unter dem Strich die Waage hielt, war der Anteil der Absolventinnen bei künstlerischen und sonstigen Abschlüssen (knapp 56 Prozent) deutlich erhöht. In den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) stellten sie jedoch mit rund 31 Prozent weniger als ein Drittel der Absolventen. dpa

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