Video auf Facebook

Wirt aus Siegsdorf wütet gegen Corona-Lockdown: Abrechnung mit Politikern

 Eine Bedienung stellt in einem Wirtshaus Stühle auf einen Tisch.
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Einem Wirt aus Siegsdorf reicht’s. Er schimpft auf Facebook über die Corona-Politik.

Die Gastronomie trifft der neuerliche Lockdown besonders hart. Ein Wirt aus Siegsdorf wurde deswegen jetzt in einem Internetvideo deutlich und rechnet mit den Politikern ab.

  • Ein Café-Betreiber aus Siegsdorf regt sich in einem Video über den Corona*-Lockdown auf.
  • Er macht sich Sorgen um seine Mitarbeiter.
  • Die Gastronomie könne nichts für das aktuelle Infektionsgeschehen.

Siegsdorf ‒ Viele Gastronomen sind wütend nach der Bekanntgabe des Corona-Teil-Lockdowns. Zu Unrecht müssten sie als Sündenböcke für die Verbreitung des Virus herhalten. So sieht das auch ein Wirt aus Siegsdorf (Landkreis Traunstein). Er machte jetzt auf Facebook seinem Ärger Luft und geht nicht zimperlich mit Merkel, Söder und Co. um, berichtet Chiemgau24.de.

Siegsdorf: Wirt hat Sorge um seine 20 Mitarbeiter

Am Donnerstagmorgen (28. Oktober) stellte der Siegsdorfer Wirt und Betreiber des Café-Bistros „Papillon“, Robert Krininger, sein Video auf Facebook online. Fast 30 Minuten lang schimpft er über die „Deppen da oben“. Gemeint sind unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder, die verschärfte Corona-Regeln für Bayern und ganz Deutschland beschlossen haben. Zwischendurch wird er aber auch emotional. Nämlich dann, wenn es um seine Angestellten geht. Hinter jedem Mitarbeiter steht eine Familie, Miete, Auto, Leasing-Raten, Einkäufe“, so der Siegsdorfer Wirt. Er schlafe auch nicht mehr gut, weil er für 20 Mitarbeiter verantwortlich sei.

Von den angekündigten Corona*-Überbrückungshilfen, die für die Gastronomie beschlossen wurden, hält der Siegsdorfer Wirt auch nicht viel. Die Auflagen seien extrem, „das muss ein Steuerberater machen, das kostet auch wieder. Wir haben eh kein Geld mehr, ihr Vollidioten“, wird er deutlich.

Verfolgen Sie das aktuelle Corona-Geschehen in Bayern in unserem News-Ticker.

Siegsdorf: Gastronomie hat keine Auswirkung auf das Corona-Infektionsgeschehen

Außerdem sieht Krininger die Schuld für die gestiegenen Corona-Zahlen nicht bei der Gastronomie. „Ich sehe doch an unseren Gästen, wie toll sie sich an die Maßnahmen halten.“ Selbst für das Robert-Koch-Insititut (RKI) spielen Gaststätten nur eine unbedeutende Rolle beim Infektionsgeschehen. „Das ist Willkür und Aktionismus, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen“, so Krininger. „Die Gastronomie ist der einzige Ort, wo man sich geregelt treffen kann. Und wir müssen uns treffen, sonst drehen wir durch.“

In seinem Video führt der Gastronom die Zuschauer in seinem Bistro „Papillon“ herum. Er zeigt, wie er die Hygienemaßnahmen umgesetzt hat. Alle Vorgaben habe er erfüllt und deshalb kann er den Lockdown für die Gastronomie auch nicht verstehen. „Wir sollen Schuld sein, nicht richtig mitzumachen, wenn die Zahlen steigen? Ihr habts doch den A*** offen“, sagt Krininger unverblümt. Zum Ende seines Facebook-Beitrags folgt von dem Wirt dann noch ein Appell an die Bürger. Masken aufsetzen, Hände waschen, Abstand halten - „und unterstützt die Gastronomie. Wir sind die, die immer für Euch da sind.“ (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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