Folgt ein Rechtsstreit?

Corona: Bayerische Studenten schummeln bei "Home-Prüfung" - einigen drohen nun ernste Konsequenzen

Ein leerer Universitätsraum.
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Studenten der Hochschule Neu-Ulm durften coronabedingt eine Prüfung im Homeoffice schreiben. Einige nutzten das aus. (Symbolbild)

Studenten der Hochschule Neu-Ulm nutzen offenbar das coronabedingte Homeoffice aus - und betrogen bei einer Prüfung. Einigen drohen nun drastische Konsequenzen.

  • Studenten der Hochschule Neu-Ulm schrieben eine Prüfung coronabedingt im Homeoffice.
  • Einige nutzten das aus und betrogen bei dem Test.
  • Für ein paar Studenten könnte das nun heftige Konsequenzen haben.

Neu-Ulm - Studenten der Hochschule im schwäbischen Neu-Ulm sollen die besonderen Corona*-Maßnahmen bei einer Prüfung reihenweise ausgenutzt und betrogen haben. Wie Hochschulkanzler Marcus Dingel am Montag (21. September) erklärte, könnte ein Drittel der Studierenden bei dem Test voneinander abgeschrieben haben. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Coronavirus in Bayern: Studenten betrügen bei Prüfung - einigen drohen drastische Konsequenzen

Wegen der Corona-Pandemie* fand die Informationsmanagement-Prüfung im Homeoffice statt. Etwas mehr als 100 Studentinnen und Studenten nahmen daran teil, bei 35 von ihnen wurden hinterher der Hochschule zufolge übereinstimmende Angaben in den Arbeiten festgestellt.

Der Täuschungsversuch führe nun dazu, dass in diesen Fällen die Teilnehmer durchgefallen seien. Da acht der Betroffenen die Prüfung bereits zum dritten Mal machten, droht diesen Studierenden nun die Exmatrikulation. Denn die Prüfungen dürfen nach den Vorschriften maximal drei Mal abgelegt werden.

Neu-Ulmer Studenten betrügen bei Prüfung: Landet der Fall vor Gericht?

Aktuell laufen noch die Widerspruchsverfahren. „Den Betrugsversuch zugegeben hat keiner“, sagte Dingel. Die Hochschule gehe allerdings davon aus, dass die Täuschungsversuche einwandfrei belegt werden können. Sollte es zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen, müsste das Verwaltungsgericht in Augsburg* entscheiden. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Coronavirus in Bayern: Neue Maßnahmen für München verkündet

Bayernweit steigen die Fallzahlen. In München wurden für Sonntag 60 neue Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz* liegt aktuell bei 56,13. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verkündete deshalb neue Maßnahmen für die Landeshauptstadt. Zuvor hatte sich auch Markus Söder (CSU) geäußert.

Im Video: Corona-Maßnahmen Bayern: Markus Söder kündigt Verschärfungen an

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