Verdacht eines Dienstvergehens

Nähe zu „Reichsbürgern“? Ermittlungen gegen Bürgermeisterin

Bolsterlang - Der Rathauschefin in Bolsterlang steht eine Anhörung bei der bayerischen Landesanwaltschaft bevor. Ihr wird ein enger Kontakt zur Reichsbürger-Bewegung nachgesagt.

Nach der Teilnahme der Bolsterlanger (Landkreis Oberallgäu) Bürgermeisterin Monika Zeller an einer Veranstaltung der sogenannten Reichsbürger hat die Landesanwaltschaft Bayern ein Disziplinarverfahren eingeleitet. „Es liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vor, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen“, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Gegen die kommunale Wahlbeamtin bestehe der Verdacht, der Reichsbürgerbewegung nahe zu stehen. Diese stellt die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und damit die Geltung von Grundgesetz und seiner darauf basierenden Rechtsordnung in Frage.

Die kommunale Wahlbeamtin soll einen Staatsangehörigkeitsausweis beantragt und dabei für die „Reichsbürger“ typische Angaben gemacht haben. Daneben soll Zeller aktiv daran mitgewirkt haben, dass ein Redner aus der Reichsbürgerbewegung im Frühjahr 2016 einen Gemeinderaum bekam. Die Bürgermeisterin habe selbst an dieser Veranstaltung teilgenommen. Sie soll laut Landesanwaltschaft nun bis Anfang Mai eine Stellungnahme abgeben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

Auch interessant:

Meistgelesen

Mann findet diese Karte in Würzburg – und geht sofort zur Polizei 
Mann findet diese Karte in Würzburg – und geht sofort zur Polizei 
Feuer im City Center Landshut gelöscht: Brandursache weiter unklar
Feuer im City Center Landshut gelöscht: Brandursache weiter unklar
Pärchen schmuggelt Drogen: Polizei findet kurioses Versteck
Pärchen schmuggelt Drogen: Polizei findet kurioses Versteck
Beim Einparken: Mann schlägt auf Frau ein und bespuckt sie
Beim Einparken: Mann schlägt auf Frau ein und bespuckt sie

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion