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Bibel erzählen: Bayern hat Museum zum „Buch der Bücher“

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Eine aufgeschlagene Bibel liegt auf einem Altar
Eine aufgeschlagene Bibel liegt auf einem Altar. © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Geschichten über das „Buch der Bücher“ und historische Originale können künftig in Bayerns erstem Bibelmuseum in Nürnberg erlebt werden. Es solle ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen werden, die Zielgruppe seien - wie in der Kirche üblich - „alle“, sagte Astrid Seichter, die mit der Eröffnung die Leitung des Museums übernimmt. Die Ausstellung ist von Freitag an geöffnet.

Nürnberg - Ein Schwerpunkt werde aufs Geschichtenerzählen gelegt, erklärte Seichter. „Bibel wurde erzählt und Bibel soll heute erzählt werden.“ Es soll zum Nachdenken über den eigenen Glauben angeregt werden.

Neben den teils interaktiven Stationen gibt es historische Exponate. In einem Museum alles andere als üblich kann man selbst in einer mehr als 230 Jahre alten Bibel blättern - bei dem Exemplar mindert eine fehlende Seite den finanziellen Wert. Bei einer wertvollen Gumbertusbibel ermöglicht eine Projektion das virtuelle „Blättern“.

Ausgestellt sind außerdem etwa eine Tora-Rolle und ein Koran. Man wolle bewusst auch zum Austausch über und zwischen den Religionen einladen, sagte Stefan Ark Nitsche vom Bibelzentrum Bayern, das das Museum trägt. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern finanziert das Projekt mit, auch der Freistaat unterstützte mit Geld.

Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 2,4 Millionen Euro. Es ist das erste Bibelmuseum in Bayern, Museen mit dem Schwerpunkt gibt es aber unter anderem in Stuttgart und an der Universität Münster.

Die Arbeiten hatten sich wegen der Corona-Pandemie verzögert - und wegen eines überraschenden archäologischen Fundes. Auf dem Gelände mitten in der Nürnberger Altstadt wurde mittelalterliche Bausubstanz freigelegt, die Funde wurden in die Ausstellung integriert. dpa

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