Kino-Trailer soll helfen

Bayern startet Kampagne gegen Crystal Meth

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Metamphetamin ist bei Raumtemperatur flüssig. Als Salz jedoch hat es Ähnlichkeit mit Eis.

Am Mittwoch wurde eine neue Kampagne gegen die Droge Crystal Meth gestartet. Mithilfe eines Kinofilms sollen Menschen, vor allem Frauen sensibilisiert werden.

München - Bayern will mit einer neuen Kampagne gegen Crystal Meth vorgehen. Mithilfe des Kinofilms „Mein falscher Freund - Crystal Meth“ sollen vor allem Frauen sensibilisiert werden. Die Kampagne wurde am Mittwoch in München von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zusammen mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) vorgestellt.

Huml erklärte, durch die Einnahme der enthemmenden Droge komme es zu riskantem Sexualverhalten und ungewollten Schwangerschaften. „Die Neugeborenen leider nach der Geburt oft unter Entzugssymptomen wie Krampfanfällen, Schmerzen und Atempausen.“ Häufig gebe es auch Entwicklungsverzögerungen.

Hier der Trailer zum Film:

Die Präventionskampagne „Mein falscher Freund - Crystal Meth“ solle aber auch Menschen erreichen, die unter hohem Druck stünden und das Mittel als Leistungsverstärker nutzen. Der Kino-Trailer soll ab Donnerstag in vielen Kinos in Bayern laufen. Außerdem gibt es eine Webseite mit Videoclips und Informationen zu den Gefahren durch den Konsum. Auf der Seite wird zusätzlich Hilfe und Beratung angeboten.

Die synthetische Droge, von Medizinern auch Metamphetamin genannt, macht schnell süchtig, wirkt stark aufputschend, unterdrückt Durst- und Hungergefühle und betäubt das Schmerzempfinden. Meist wird Crystal Meth geschnupft, es kann aber auch geraucht, geschluckt oder injiziert werden.

Galileo 100 Sekunden: Was ist Crystal Meth?

Laut bayerischem Innenministerium verfolgte die Polizei 2016 mehr als 2400 Crystal-Fälle. Am Konsum der Droge starben dabei 25 Menschen „Für 2017 zeichnet sich leider noch keine Entspannung ab“, sagte Herrmann. Neben verstärkter Vorbeugung setze er auch auf konsequente Strafverfolgung. Der Stoff komme häufig aus tschechischen Drogenlaboren.

dpa/tf

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