Offenbar hohe Beteiligung

Geldtransport-Mitarbeiter treten in Warnstreik - was das für Banken und Geschäfte bedeutet

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Geldtransport-Mitarbeiter nehmen am Vormittag mit Plakaten an einer Demonstration in der bayerischen Landeshauptstadt teil.

In mehreren Orten Bayerns sind Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche am Mittwochmorgen in den Warnstreik getreten.

Fahrer von Geldtransportern setzen Streiks fort

Update 3. Januar, 10.40 Uhr: Die Geldtransporter-Fahrer in Deutschland haben am Donnerstagmorgen ihren Streik fortgesetzt. In Ratingen in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich am Vormittag rund 450 Menschen an einer Kundgebung, wie eine Sprecherin des NRW-Landesbezirks der Gewerkschaft Verdi sagte. Sie waren am frühen Morgen in den Ausstand getreten und dann zum Sitz des Arbeitgebers Prosegur gezogen, einem Sicherheitsdienstleister.

Die Beschäftigten hätten mit ihrer Kundgebung eine "Botschaft nach Berlin" geschickt, sagte die Verdi-Sprecherin. Dort sollten gegen Mittag die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Die Beschäftigten seien bereit, "für ein gutes Ergebnis weiter zu streiken", hofften aber auf eine Einigung. Auch in anderen Bundesländern sollte am Donnerstag erneut gestreikt werden.

Update 2. Januar, 12.43 Uhr: Die Beschäftigten der Geldtransport-Branche in Bayern wollen ihren Warnstreik am Donnerstag fortsetzen. Damit wäre die Belieferung von Banken und Geschäften mit Bargeld zum zweiten Tag in Folge stark eingeschränkt. Unklar sei, ob auch am Freitag gestreikt werde, sagte der Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft Verdi, Kai Winkler. Das werde am Donnerstag entschieden.

Erstmeldung

München - Zum jetzigen Zeitpunkt sehe es danach aus, dass die Streikbeteiligung hoch sei, sagte der Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft Verdi, Kai Winkler. Ob auch am Donnerstag gestreikt wird, soll im Laufe des Vormittags entschieden werden.

Bestreikt werden sollten Geldtransporte in München, Augsburg, Würzburg, Aschaffenburg, Eching (Landkreis Freising), Karlsfeld (Landkreis Dachau), Kolbermoor und Raubling (Landkreis Rosenheim), Mintraching (Landkreis Regensburg) und Oberasbach (Landkreis Fürth). Für den Vormittag war in München eine Demonstration geplant. Die Gewerkschaft rechnet mit etwa 400 Teilnehmern. Da deutschlandweit Hunderte Geldtransporte bestreikt werden sollten, geht Verdi davon aus, dass Banken und Geschäfte vielerorts ohne frisches Bargeld bleiben.

Hintergrund des bundesweiten Warnstreiks ist die laufende Tarifrunde für 12.000 Beschäftigte der Branche. Die Verhandlungen werden am 3. und 4. Januar fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro jährlich beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat, sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern bei einer Laufzeit von zwei Jahren. Außerdem soll eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche erreicht werden.

dpa/AFP

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