Neue Lösungswege gefordert

Corona: Söder stellt Lockerungen in Aussicht und plant besonderen Gipfel - „Will ich zur Chefsache machen“

Markus Söder stellte in der Corona-Krise Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Aussicht. Außerdem plant Bayerns Ministerpräsident einen besonderen Gipfel.

München - Der Corona-Lockdown* wurde in Deutschland bis zum 7. März verlängert. Am 3. März beraten Bund und Länder erneut zum weiteren Fahrplan in der Corona*-Pandemie. Nun hat Markus Söder (CSU*) bei stabil niedrigeren Corona-Zahlen eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Aussicht gestellt. Wenn die Zahlen weiter so stabil blieben, könnten beispielsweise „bald“ mehr Kontakte erlaubt werden, etwa mit zwei Hausständen oder wieder mit mehr Kindern. Das sagte Bayerns Ministerpräsident in seiner Aschermittwochsrede.

Söder stellt Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen in Aussicht - Kommt ein „Kindergipfel“?

Neue Inzidenz-Grenzen neben den Schwellen 35 und 50 will er dafür aber nicht. Man müsse keine neuen Zahlen nehmen und die Zahlen auch nicht ständig verändern, so Söder.* Der CSU-Chef betonte, es brauche mehr Unterstützung für alle Kinder und Jugendliche, „die mit der Pandemie nicht so gut zurechtkommen“. Es brauche ein Konzept, wie den Kindern schulisch und psychisch geholfen werden könne. „Das will ich zur Chefsache machen“, sagte Söder und kündigte an, bald einen „Kindergipfel“ einberufen zu wollen, der neue Lösungswege aufzeigen soll.

Bei den Lockerungen sieht Söder ab Anfang März auch Gärtnereien an der Reihe. Hier gehe es um verderbliche Waren. Anschließend gehe es um den Einzelhandel, der „natürlich nicht ewig zu sein“ werde. „Aber auch hier muss die Zahl stimmen“, stellte Söder klar. Angepeilt sei die Inzidenz von 35. In der Folge stünden dann Konzepte für Individualsportarten wie Golf und Tennis sowie die Kultur an.

Corona-Krise in Bayern: Öffnungskonzepte in der Gastronomie laut Söder am schwersten

Öffnungskonzepte für die Gastronomie seien wie im vergangenen Jahr am schwersten, wie Söder betonte. Hier könne nicht mit FFP2-Masken* mehr Sicherheit ermöglicht werden. Daher müssten hier die Infektionszahlen noch besser und stabiler werden.

Eine Prognose für die Lage an Ostern in rund sechs Wochen, wollte der CSU-Chef nicht abgeben. Es sei derzeit ja nicht einmal klar, was nächste Woche sei. Alles sei möglich. Er wolle aber nichts voreilig versprechen. (kam/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/dpa-Bildfunk

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