Geschäftslage außergewöhnlich solide

Bayerische Baubranche im Stimmungshoch - Mitarbeiter gesucht

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Der Wohnungsbau in Bayern bleibt das Zugpferd in der Baubranche.

München - Grund zur Freude für die Arbeitnehmer auf bayerischen Baustellen: Die Auftragslage ist so gut, wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Die bayerische Bauwirtschaft hat alle Hände voll zu tun und sucht dringend Fachkräfte. Nach einer Umfrage der Landesvereinigung (LVB) unter den Baufirmen sind die Auftragsbücher so voll wie seit 13 Jahren nicht mehr. Fast jeder fünfte Betrieb wolle zusätzliches Personal einstellen, sagte LVB-Sprecher Hans Auracher am Dienstag in München.

Die Nachfrage nach Wohnungen bleibe trotz steigender Zahl an Baugenehmigungen in vielen Regionen noch weit hinter dem Bedarf zurück, der öffentliche Bau ziehe deutlich an, und auch der Gewerbebau wachse, sagte Auracher. Die Geschäftslage für das Sommerhalbjahr sei „bemerkenswert solide“: Zwei Drittel der gut 2000 befragten Baufirmen beurteilten sie als gut oder sehr gut. Umsätze und Gewinne entwickelten sich besser als im Vorjahr. Der Bau sei „Konjunkturlokomotive des Handwerks und der Gesamtwirtschaft“. Auracher beklagte aber: „Der Nachwuchsmangel hemmt das Wachstum vieler unserer Betriebe.“

Die bayerischen Bau- und Ausbaubetriebe beschäftigen 346 000 Menschen und bilden rund 30 000 junge Menschen aus. Die Zahl der neuen Lehrverträge stieg vergangenes Jahr um sieben Prozent. Doch viele freie Stellen blieben unbesetzt, da qualifizierte Bewerber fehlten.

Die Umsätze der deutschen Bauindustrie steigen seit sechs Jahren stetig und sollen laut Verbandsprognose im laufenden Jahr um fünf Prozent auf den höchsten Stand seit 20 Jahren wachsen.

dpa

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