Auszeichnung für Friedensnobelpreisträger

"Tutzinger Löwe" für den Südafrikaner Desmond Tutu

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Desmond Tutu, der bekannteste Geistliche aus Südafrika, erhält den "Tutzinger Löwe" als Auszeichnung für Toleranz und Weltoffenheit.

München - Desmondo Tutu (84) erhält von der Evangelischen Akademie Tutzing die Auszeichnung des "Tutzinger Löwen". Dieser soll für Toleranz und Weltoffenheit stehen. Auch Helmut Kohl erhielt den Löwen bereits.

Die Evangelische Akademie Tutzing zeichnet Südafrikas prominentesten Geistlichen, Desmond Tutu, mit dem „Tutzinger Löwen“ aus. Sie würdigt den Friedensnobelpreisträger von 1984 mit dieser nicht dotierten Auszeichnung als „Wegbereiter des friedlichen Wandels in Südafrika, als Stimme der Hoffnung, dass Vergebung und Versöhnung möglich sind, als unbeugsamen Mahner für Gerechtigkeit und als Gewissen Afrikas“. Der „Tutzinger Löwe“ stehe für Toleranz und Weltoffenheit, hieß es in der Mitteilung vom Montag.

Der 84-jährige Tutu ist einer der prominentesten Verfechter der Aussöhnung zwischen Schwarzen und Weißen und geißelte die Apartheid als unmoralisch und unvereinbar mit Gottes Wort. Mit Ex-Präsident Nelson Mandela gilt der frühere anglikanische Erzbischof von Kapstadt als wichtigster Architekt der Regenbogennation. Die Auszeichnung soll Tutu am 23. Februar in Kapstadt übergeben werden.

Vorherige Preisträger waren die Politiker Helmut Kohl (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP) und Egon Bahr (SPD), die Ministerpräsidentin der südafrikanischen Provinz Western Cape, Helen Zille, der Physiker Carl-Friedrich von Weizsäcker sowie der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm. Auch Theologen wie die früheren bayerischen Landesbischöfe Hermann von Loewenich und Johannes Friedrich, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., sowie die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, wurden mit der Bronzeplastik geehrt.

DPA

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