Aiwanger nach CSU-Kritik für respektvolles Miteinander

Freie Wähler-Chef Aiwanger
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Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern, spricht.

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger will nach neuerlicher scharfer Kritik von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an den Freien Wählern den Koalitionsstreit entschärfen. „Ich bin für ein faires, respektvolles Miteinander in der Koalition, um Bayern gut weiterzuentwickeln“, sagte Aiwanger auf Anfrage.

München - Der Wirtschaftsminister hatte die CSU im Wahlkampf verärgert, weil er mehrfach seine Impfskepsis und Kritik an der Corona-Politik formulierte. Abgesehen davon grollten viele CSU-Politiker grundsätzlich über das Antreten der Freien Wähler bei der Bundestagswahl, weil deren Konkurrenz die CSU Stimmen kostete.

Söder hatte Aiwanger am Wochenende aufgefordert, keine interne Opposition in der Staatsregierung zu betreiben. CSU-Vize Manfred Weber hatte Aiwanger Populismus in der Manier des früheren US-Präsidenten Donald Trump vorgeworfen.

Unabhängig von den inhaltlichen Differenzen will die CSU Aiwanger im ländlichen Raum keine Gelegenheit geben, seine politische Basis auf Kosten der Christsozialen auszubauen. O-Ton-Söder: „Wir überlassen den ländlichen Raum nicht den Freien Wählern.“

Dazu sagte Aiwanger: „Der ländliche Raum ist eine wichtige Zukunftsregion, die mehr Unterstützung der großen Politik braucht, gerade auch die Landwirtschaft, die sich in einer existenziellen Krise befindet.“

Bayern dürfen nicht in eine Situation kommen, „dass wir von Lebensmittelimporten am Ende genauso abhängig sind wie von Masken und Halbleitern aus Asien“, sagte der Wirtschaftsminister. „Aber genau darauf steuern wir derzeit zu. Die bayerische Schweinehaltung beispielsweise steht vor dem Aus.“ dpa

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