Ilse Aigner: „Worst-Case-Szenario“

Wegen Airbus: Hunderte Jobs in Augsburg bedroht

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Im Januar erst hatte die Fluggesellschaft Emirates 36 Airbus A380 bestellt. 

Medienberichten zufolge sollen bei Airbus europaweit 3600 Stellen wegfallen. Auch Augsburg sei betroffen.

Laut einer Meldung des französischen Online-Magazins Challenges sind aufgrund geplanter Produktionskürzungen der Modelle A380 und A400M bei Airbus insgesamt 3600 Jobs in Gefahr. Betroffen seien die Standorte Sevilla in Spanien, das englische Filton, Bremen und Augsburg. 

Erst im Januar hatte man in der Region Augsburg aufgeatmet, nachdem die arabische Fluglinie Emirates 36 Jets vom Typ A380 bestellt hatte. Wichtige Teile des Flugzeugtyps werden von Premium Aerotec in Augsburg hergestellt, weshalb die große Bestellung sichere Jobs zu versprechen schien. 

Bürgermeister Gribl überrascht

Dementsprechend überrascht zeigte sich der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), der die Berichte dem Bayerischen Rundfunk gegenüber nicht offiziell bestätigen wollte. Er wisse aber, „dass bei Airbus immer wieder Schwierigkeiten auftreten und das Thema Auswirkungen auf Stellen kein ganz neues ist.“

Im Fall eines Stellenabbaus in Augsburg wolle er aber energisch vorgehen und rasch den Dialog mit dem Unternehmen, der Belegschaft und den Gewerkschaften suchen. 

Ähnlich äußerte sich auch Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber (CSU). Gegenüber der Augsburger Allgemeinen erwähnte sie die „Allianz für Arbeit“, einen runden Tisch mit Stadt, Gewerkschaft, IHK und Agentur für Arbeit. Dort werde man im Fall eines Stellenabbaus Gespräche aufnehmen. 

Aigner: „Worst-Case-Szenario“

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hofft indes, dass es nicht zu dem massiven Stellenabbau kommt, über den die Medien spekulieren. Der Abbau von 3600 Stellen sei ein „Worst-Case-Szenario“ sagte sie der Augsburger Allgemeinen. 

Bei der Zahl 3600 handle es sich zudem um eine Schätzung, und Aigner gehe davon aus, dass man den Stellenabbau bei Airbus möglichst ohne Kündigungen abwickeln möchte. Ein Airbus-Sprecher erklärte vergangene Woche, man werde alles im Vorfeld mit Sozialpartnern besprechen. 

Laut IG Metall könnten etwa 300 Stellen in Augsburg betroffen sein. Doch auch das sei vielleicht zu hoch geschätzt, erklärte der Augsburger IG-Metall-Chef Michael Leppek der Augsburger Allgemeinen. „Die Produktion wird ja nicht eingestellt.“ 

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