"Adoptiere einen Kardinal!"

Papst-Initiative aus Bayern wird Internet-Sensation

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Über die Internet-Seite www.adoptacardinal.org haben bereits mehr als 300.000 Gläubige (Stand mittwoch) aus aller Welt einen Kardinal zur Gebetsbegleitung für die Pastwahl im Konklave adoptiert.

Augsburg - Eine Papst-Gebetsinitiative aus Bayern wird zur Internet-Sensation: "Adopt a cardinal" teilt Katholiken für die Papstwahl einen Kardinal zur Gebetsbegleitung zu. Weit über eine Viertelmillion Gläubige sind schon dabei - Tendenz steigend.

Es dauert knapp eine Minute und schon bekommt man einen mächtigen Kirchenfürsten zugeteilt. Die Seite "adopt a cardinal" (Deutsch: "Adoptiere einen Kardinal") bittet zuvor lediglich um einen Moment der Besinnung: "Bete einen kurzen Augenblick um den Heiligen Geist, damit du deinen Kardinal ziehst, und klicke dann auf den Button unten!" Wer anschließend seine E-Mail-Adresse eingibt, bekommt umgehend eine E-Mail mit dem Namen eines der 115 Kardinäle, die demnächst den Nachfolger Benedikts XVI. wählen. 

Seit die Seite der katholischen Jugendbewegung "Jugend 2000" (die unter anderem auch im Bistum Augsburg und München-Freising aktiv

Mitorganisatorin und Betriebswirtin Julia Kleinheinz (27) aus Rettenberg im Bistum Augsburg.

ist) am 22. Februar online ging, haben sich über 300.000 Gläubige aus aller Welt angemeldet (Stand: Mittwoch). "Wir sind von diesem Erfolg total überrollt worden", sagt Mitorganisatorin und Betriebswirtin Julia Kleinheinz (27) aus Rettenberg (Kreis Oberallgäu). Täglich landen im Postfach des achtköpfigen Teams hinter der Seite Mails aus Singapur, den Philippinen, Indien, den USA, Peru, Bolivien, Abu Dhabi oder Trinidad und Tobago. Kurz: Aus allen Winkeln der Weltkirche.

Historischer Moment in Rom: Der Papst geht in Ruhestand

Historischer Moment in Rom: Der Papst geht in Ruhestand

Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa
Historischer Moment am 28. Februar 2013 für eine Milliarde Katholiken weltweit: Papst Benedikt XVI. geht in Ruhestand. © dpa

Aktuell meldete sich bei Julia Kleinheinz per E-Mail eine Ordensfrau aus den Vereinigten Staaten, die ein Altenheim leitet. "Sie hat ihren Bewohnern von unserer Initiative berichtet und sofort haben sich 40 Interessenten gemeldet. Ein paar von ihnen sind sogar über 100 Jahre alt. Die haben aber keine E-Mail-Adressen und so haben wir die E-Mail-Adresse der Ordensschwester weiter freigeschalten, damit sie 40 Kardinäle per Computer für die Bewohner ermitteln konnte."

Die E-Mails verraten außerdem: Familien adoptieren Kardinäle, manche verwenden das Bild 'ihrer' Exzellenz als Hintergrundbild bei ihren Smartphones, ganze Schulklassen beten gemeinsam für die Kardinäle.

Um zu verstehen, worum es dieser Seite eigentlich geht, ist ein Crash-Kurs in katholischer Theologie hilfreich: Die Kirche, deren Oberhaupt der Papst in Rom ist, versteht sich nicht als weltliche Organisation wie der DFB oder die Gewerkschaft verdi. Nach katholischer Lehre hat Jesus Christus seiner Kirche (dem "Leib Christi" auf Erden) an Pfingsten den Heiligen Geist als Beistand mitgegeben, der sie seither durch alle Stürme der Geschichte führt.

Papst Benedikt: Die schönsten Fotos von der Abschiedsaudienz

Papst Benedikt: Die schönsten Fotos von der Abschiedsaudienz

Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Tausende Gläubige haben sich auf dem Petersplatz versammelt, darunter viele Pilger aus Deutschland. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Viele Pilger aus Deutschland haben sich auf dem Petersplatz in Rom versammelt. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
"Danke" sagt ein Spruchbanner: Viele Pilger aus Deutschland haben sich auf dem Petersplatz in Rom versammelt. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Weiß-blaue Fahnen aus Bayern, der Heimat des Papstes, sind besonders oft zu sehen. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Die Blaskapelle Traunstein spielte zu Ehren des Papstes die Bayern-Hymne. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Auch die Katholische Universität Eichstätt bedankt sich beim bayerischen Papst. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Im "Papamobil" fährt Benedikt XVI. auf dem Petersplatz ein. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Im "Papamobil" fährt Benedikt XVI. auf dem Petersplatz ein. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Papst Benedikt XVI. grüßt die Gläubigen bei seiner letzten Generalaudienz. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Sein Privatsekretär Georg Gänswein (links) stützt Papst Benedikt XVI. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Papst Benedikt XVI. grüßt die Gläubigen bei seiner letzten Generalaudienz. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Papst Benedikt XVI. grüßt die Gläubigen bei seiner letzten Generalaudienz. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Benedikt XVI. spricht Grußworte aus und spendet den Gläubigen seinen Segen. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Gegen 12.00 Uhr ist seine letzte Audienz beendet. Papst Benedikt XVI. geht von der Bühne. © dpa Bildfunk
Benedikt XVI.: Papst-Audienz in Rom
Papst Benedikt XVI. fährt vom Petersplatz ab. Ein Hubschrauber wird ihn später in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo bringen. © dpa Bildfunk

Insofern wählen demnächst nicht allein die 115 Kardinäle im Konklave den Nachfolger Benedikts XVI. Vielmehr bestimmt der Heilige Geist persönlich den neuen Papst. Die Kardinäle müssen jenen Auserkorenen nur noch erkennen und ihm ihre Stimmen geben.

Leider klaffen Anspruch und Realität manchmal etwas auseinander: Dass in 2000 Jahren Kirchengeschichte der Ruf des Heiligen Geistes nicht immer ganz deutlich zu den Kardinälen durchgedrungen ist, belegen sowohl gelehrte Werke zur Kirchengeschichte als auch ZDF-Quotenbringer wie "Borgia".

Immerhin können Katholiken in aller Welt den Eminenzen (so die Anrede der kirchlichen Würdenträger) vor und während der Papstwahl einen immens wichtigen Dienst tun: Nämlich indem sie diese im Gebet und in den Fürbitten tragen, damit der Heilige Geist sie erleuchtet.

Papst Benedikt: Die schönsten Fotos von der Abschiedsaudienz

"Fragen an mich": Der Papst antwortet den Gläubigen

Fragen an mich © dapd
Frage eines deutschen Journalisten: Hat der Papst aus Bayern in Rom und rund um den Erdball auch ein bisschen Heimweh? © dapd
Papst Benedkit XVI. : „Ja, schon, denn ich meine, da bin ich eben aufgewachsen. 'Mein Herz schlägt bayrisch' – ist ein Buch herausgegeben worden.[...] © dapd
[...] Andererseite ist so viel Erinnerung in meiner Seele, dass ich in den Landschaften der Erinnerung immer herumwandern kann, mich gar nicht so weit weg fühle, zumal ich jeden Abend mit meinem Bruder telefonieren kann. Also so ganz arg weit entfernt fühle ich mich nicht.“ © dapd
Frage eines Kindes: „Lieber Papst Benedikt, hättest Du je gedacht, dass Du einmal Papst wirst?“ © dapd
Antwort: „Um die Wahrheit zu sagen, ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Papst werde. Denn, wie ich schon gesagt habe, war ich ein recht einfacher Junge in einem kleinen Dorf weit weg von den großen Zentren, in der vergessenen Provinz. Wir waren glücklich, auf dem Land zu sein, und dachten nicht an andere Dinge. [...] © dapd
[...] Natürlich haben wir den Papst – damals war es Pius XI. - gekannt, verehrt und geliebt. Aber für uns war er in unerreichbarer Höhe, fast in einer anderen Welt: er war für uns ein Vater, aber doch in einer Wirklichkeit, die uns alle weit überstieg. [...] © dapd
[...] Und ich muss sagen, noch heute fällt es mir schwer, zu verstehen, warum der Herr an mich denken konnte, warum er mich für dieses Amt bestimmt hat. Aber ich nehme es aus seinen Händen an, auch wenn es erstaunlich ist und weit über meine Kräfte zu gehen scheint. Aber der Herr hilft mir.“ © dapd
Frage eines Kindes: „ Bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion wurde mir gesagt, daß Jesus in der Erstkommunion in der Eucharistie gegenwärtig ist. Aber wie? Ich sehe ihn ja nicht!“ © dapd
„Ja, wir sehen ihn nicht, aber es gibt viele Dinge, die wir nicht sehen, die aber doch existieren und wesentlich sind. Wir sehen zum Beispiel unsere Vernunft nicht, und doch sind wir mit Vernunft begabt. [...] © dapd
[...] Wir sehen unseren Verstand nicht, und doch haben wir ihn. Wir sehen, mit einem Wort gesagt, unsere Seele nicht, und doch existiert sie, aber wir sehen die Wirkungen, denn wir können sprechen, denken, entscheiden usw. Wir sehen zum Beispiel auch den elektrischen Strom nicht, und doch sehen wir, daß es ihn gibt, denn wir sehen, wie dieses Mikrofon funktioniert; wir sehen die Lichter. [...] © dapd
[...] Mit einem Wort: Gerade die tiefsten Dinge, die wirklich das Leben und die Welt stützen, sehen wir nicht, aber wir können die Wirkungen sehen und fühlen. Die Elektrizität, den elektrischen Strom sehen wir nicht, aber wir sehen das Licht. Und so fort. [...] © dapd
[...] Und deshalb sehen wir auch den auferstandenen Herrn nicht mit unseren Augen, aber wir sehen, daß dort, wo Jesus ist, die Menschen sich ändern, daß sie sich bessern. Es entsteht eine größere Fähigkeit zu Frieden und Versöhnung usw. Wir sehen also nicht den Herrn selbst, aber wir sehen die Wirkungen. So können wir erkennen, daß Jesus gegenwärtig ist. [...] © dapd
[...] Gerade die unsichtbaren Dinge sind die tiefsten und wichtigsten, wie ich sagte. Also gehen wir diesem unsichtbaren, aber starken Herrn entgegen, denn er hilft uns, dasß unser Leben gelingt.“ © dapd
Frage eines Kindes: "Glaubst du, daß die verschiedenen Kulturen eines Tages im Namen Jesu zusammenleben können, ohne zu streiten?" © dapd
"Ich habe verstanden, daß ihr wissen wollt, wie es uns als Kindern gelungen ist, uns gegenseitig zu helfen. Dazu muß ich sagen, daß ich die Grundschuljahre in einem kleinen Ort mit 400 Einwohnern verbracht habe, weit weg von den großen Städten.  [...] © dapd
[...] Wir waren also ganz einfache Kinder, und in diesem Ort gab es einerseits sehr reiche Landwirte, und auch andere, die nicht so reich waren, aber doch über einen gewissen Wohlstand verfügten, und auf der anderen Seite arme Angestellte, Handwerker. Unsere Familie war kurz vor Beginn der Grundschulzeit aus einem anderen Dorf dort angekommen, deshalb waren wir ein bißchen fremd für sie, auch der Dialekt war anders. [...] © dapd
[...] In dieser Schule spiegelten sich also sehr verschiedene soziale Situationen wider. Trotzdem gab es unter uns eine sehr schöne Gemeinschaft. Sie haben mir ihren Dialekt beigebracht, den ich noch nicht kannte. Wir haben gut zusammengearbeitet, und ich muß sagen, daß wir manchmal natürlich auch gestritten haben. Aber anschließend haben wir uns versöhnt und haben vergessen, was geschehen war. [...] © dapd
[...] Das scheint mir wichtig zu sein. Manchmal scheint es im Leben unausweichlich zu sein, daß man miteinander streitet; aber wichtig bleibt dennoch die Kunst, sich zu versöhnen, die Vergebung zu suchen, neu anzufangen und keine Bitternis im Herzen zu behalten. [...] © dapd
[...] Dankbar erinnere ich mich daran, wiewir alle zusammengearbeitet haben: einer half dem anderen, und wir gingen zusammen unseren Weg. Wir waren alle katholisch, und das war natürlich eine große Hilfe. So haben wir gemeinsam die Bibel kennengelernt, angefangen von der Schöpfung bis zum Opfer Jesu am Kreuz und dann auch die Anfänge der Kirche. [...] © dapd
[...] Wir haben zusammen den Katechismus gelernt, wir haben zusammen beten gelernt, wir haben uns zusammen auf die erste Beichte vorbereitet, auf die erste heilige Kommunion: das war ein wunderbarer Tag. [...] © dapd
[...] Wir haben verstanden, daß Jesus selbst zu uns kommt und daß er kein weit entfernter Gott ist: er kommt in mein eigenes Leben, in meine Seele. Und wenn derselbe Jesus zu jedem von uns kommt, sind wir Brüder, Schwestern, Freunde und müssen uns auch so verhalten. [...] © dapd
[...] Für uns waren diese Vorbereitungen – sowohl auf die erste Beichte als Reinigung unseres Gewissens, unseres Lebens, und dann auch auf die erste heilige Kommunion als konkrete Begegnung mit Jesus, der zu mir kommt, der zu uns allen kommt – Faktoren, die dazu beigetragen haben, unsere Gemeinschaft zu formen. Sie haben uns geholfen, gemeinsam voranzugehen, zusammen zu lernen, uns zu versöhnen, wenn dies nötig war. [...] © dapd
[...] Wir haben auch kleine Theaterstücke aufgeführt: Es ist auch wichtig zusammenzuarbeiten, aufmerksam füreinander zu sein. Dann bin ich mit acht oder neun Jahren Meßdiener geworden. Damals gab es noch keine Meßdienerinnen, aber die Mädchen lasen besser als wir. Sie trugen also in der Messe die Lesungen vor, und wir waren Ministranten. [...] © dapd
[...] Zu jener Zeit gab es noch viele lateinische Texte, die man auswendiglernen mußte, so mußte sich jeder Mühe geben. Wie ich bereits gesagt habe, waren wir keine Heiligen. Wir haben uns auch gestritten, aber dennoch gab es eine schöne Gemeinschaft, wo die Unterschiede zwischen reich und arm, zwischen intelligent und weniger intelligent nicht zählten. [...] © dapd
[...] Es war Gemeinschaft mit Jesus auf dem gemeinsamen Glaubensweg und in gemeinsamer Verantwortung, beim Spielen und beim Arbeiten. Wir haben die Fähigkeit gefunden zusammenzuleben, Freunde zu sein und obwohl ich seit 1937, das heißt seit mehr als 70 Jahren, nicht mehr in diesem Dorf war, sind wir immer Freunde geblieben. [...] © dapd
[...] Wir haben also gelernt, einander anzunehmen, einer die Last des anderen zu tragen. Das scheint mir wichtig: Trotz unserer Schwächen nehmen wir einander an, und mit Jesus, mit der Kirche finden wir gemeinsam den Weg des Friedens und lernen, recht zu leben." © dapd
Frage eines Kindes (2011): „Ich heiße Elena, bin Japanerin und sieben Jahre alt. Ich habe große Angst, weil das Haus, in dem ich mich sicher gefühlt habe, ganz heftig gebebt hat und viele meiner Altersgenossen gestorben sind. Ich kann nicht auf den Spielplatz gehen. Ich frage: Warum muß ich solche Angst haben? Warum müssen die Kinder so traurig sein? Ich bitte den Papst, der mit Gott spricht, es mir zu erklären.“ © dapd
Antwort: „Liebe Elena, ich grüße dich von Herzen. Auch ich stelle mir dieselben Fragen: Warum ist es so? Warum müßt ihr so sehr leiden, während andere ein ruhiges Leben führen? [...] © dapd
[...] Wir haben keine Antworten darauf, aber wir wissen, daß Jesus wie ihr unschuldig gelitten hat, daß der wahre Gott, der sich in Jesus offenbart, euch beisteht. [..] © dapd
[..] Das finde ich sehr wichtig, auch wenn wir keine Antworten haben, wenn die Traurigkeit bleibt: Gott steht euch bei, und ihr könnt sicher sein, daß dies euch helfen wird. [..] © dapd
[...] Und eines Tages werden wir auch verstehen können, warum es so war. In diesem Augenblick scheint mir wichtig, daß ihr wisst: 'Gott liebt mich', auch wenn er mich scheinbar nicht kennt. Nein, er liebt mich, er steht mir bei, und ihr dürft sicher sein, daß in der Welt, im Universum, viele bei euch sind, an euch denken, für euch tun, was sie können, um euch zu helfen. [...] © dapd
[...] Und ihr dürft wissen: Eines Tages werde ich verstehen, daß dieses Leiden nicht nutzlos, nicht umsonst war, sondern daß dahinter einn guter Plan, ein Liebesplan steht. Es ist kein Zufall. Dur darfst Dir sicher sein, daß wir bei dir sind, bei allen japanischen Kindern, die leiden müssen. [...] © dapd
[...] Wir wollen euch mit dem Gebet und mit unseren Taten helfen. Und ihr dürft sicher sein, daß Gott euch hilft. Und in diesem Sinne beten wir gemeinsam, damit es für euch sobald wie möglich wieder Licht werde.“ © dapd

Die Internet-Seite adoptacardinal.org will nun dafür sorgen, dass die Gebete der Katholiken in allen Ländern möglichst effizient auf alle Kardinäle verteilt werden. "Wir wollten erreichen, dass die Leute nicht nur für die beliebten und bekannten Kardinäle beten.", erläutert Kleinheinz. "Unser Ziel ist es, dass die Gebete auf alle 115 Kardinäle gleich verteilt werden. Wir wollen einfach dazu beitragen, dass Gottes Plan im Konklave verwirklicht wird."

Die Rückmeldungen sind unterschiedlich - aber alle ähnlich faszinierend. "Wir wissen von Leuten, die 'ihren' Kardinal eigentlich gar nicht mögen, aber aus dem Geist der christlichen Nächstenliebe trotzdem für ihn beten. Es gibt aber auch Botschaften wie die einer Frau, die 'ihren' Kardinal zuvor gar nicht kannte. Nun will sie für den Rest seines Lebens so für ihn beten, wie für ihren eigenen Sohn."

Papst Benedikt XVI. in Deutschland: Die besten Bilder

Papst Benedikt XVI. in Deutschland: Die besten Bilder

Papst Benedikt XVI. spricht an Bord des Alitalia-Fluges nach Deutschland. © dpa
Herzlich Willkommen, Heiliger Vater! Der Papst ist in Deutschland angekommen. © AP
Ganz schön windig auf dem Flughafen Berlin-Tegel: Papst Benedikt XVI. mit Kanzlerin Angela Merkel uns Bundespräsident Christian Wulff. © dpa
Eurofighter, die den Papst-Flieger begelitet haben ziehen über Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVi. begrüßt Gläubige am Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Papst Benedikt XVi. begrüßt zwei Kinder am Flughafen Berlin-Tegel. © dpa
Papst Benedikt XVI. vor Schloss Bellevue mit Bundespräsident Christian Wulff und dessen Frau Bettina. © dpa
Welch ein Unterschied: Links die roten Schuhe des Papstes. Rechts die schwarzen Pumps von Bettina Wulff. In der Mitte die schwarzen Schuhe des Bundespräsidenten. © dpa
Der Papst freut sich über die Begrüßung in Schloss Bellevue. © dpa
Papst Benedikt XVI. trägt sich in Schloss Bellevue ins Gästebuch von Bundespräsident Christian Wulff (links) ein. © dpa
Papst Benedikt XVI. mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und deren Mann, Professor Joachim Sauer am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Papst Benedikt XVI. spricht im Bundestag in Berlin. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Eindrücke von der Heiligen Messe mit Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion. © dpa
Das Flugzeug mit Papst Benedikt XVI. über dem Dom in Erfurt. © dpa
Papst Benedikt XVI. wird am Flughafen in Erfurt von den beiden Blumenkindern Rebekka (5) und Adrian (5) begrüßt. Rechts: Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). © dpa
Papst Benedikt XVI. (M.) begrüßt am Freitag in Erfurt am Augustinerkloster den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider. © dpa
Papst Benedikt XVI. (r.) mit dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider beim ökumenischen Wortgottesdienst in der Erfurter Augustinerkirche. © dpa
Papst Benedikt XVI. (r.) mit dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider beim ökumenischen Wortgottesdienst in der Erfurter Augustinerkirche. © dpa
Von links Bundespräsident Christian Wulff, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Papst Benedikt XVI. und Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. © dpa
Bilder von der Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. vor 90.000 Gläubigen auf dem Eichsfeld in Etzelsbach (Thüringen). © dpa
Bilder von der Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. vor 90.000 Gläubigen auf dem Eichsfeld in Etzelsbach (Thüringen). © dpa
Bilder von der Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. vor 90.000 Gläubigen auf dem Eichsfeld in Etzelsbach (Thüringen). © dpa
Bilder von der Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. vor 90.000 Gläubigen auf dem Eichsfeld in Etzelsbach (Thüringen). © dpa
Bilder von der Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. vor 90.000 Gläubigen auf dem Eichsfeld in Etzelsbach (Thüringen). © dpa
 © dpa
Papst Benedikt XVI. wird am Samstagmittag auf dem Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) von Ministerpräsident Winfrie Kretschmann (Grüne) begrüßt. © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Rund 20.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in Freiburg begrüßt. Benedikt fuhr mit dem Papamobil durch die Innenstadt und betete im Freiburger Münster das Angelusgebet (“Engel des Herrn“). © dpa
Papst Benedikt XVI. trifft Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) im Freiburger Priesterseminar. © dpa
Papst Benedikt XVI. trifft Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) im Freiburger Priesterseminar. © dpa
Mit fast 100.000 Menschen feiert Papst Benedikt XVI. ein Abendgebet in Freiburg. © dpa
Mit fast 100.000 Menschen feiert Papst Benedikt XVI. ein Abendgebet in Freiburg. © dpa
Mit fast 100.000 Menschen feiert Papst Benedikt XVI. ein Abendgebet in Freiburg. © dpa
Mit fast 100.000 Menschen feiert Papst Benedikt XVI. ein Abendgebet in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Am Sonntagmorgen feiert Papst Benedikt XVI. eine Heilige Mese mit 100.000 Menschen in Freiburg. © dpa
Papst Benedikt XVI. (2.v.l.) wird am Sonntag von den Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und dem Päpstlichen Gefolge im Priesterseminar in Freiburg zu einem gemeinsamen Mittagessen begrüßt. © dpa
Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede am Sonntag im Freiburger Konzerthaus. © dpa
Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede am Sonntag im Freiburger Konzerthaus. © dpa
Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede am Sonntag im Freiburger Konzerthaus. © dpa
Papst Benedikt XVI. bei seiner Rede am Sonntag im Freiburger Konzerthaus. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa
Auf Wiedersehen, Heiliger Vater! Papst Benedikt XVI. ist am Sonntagabend vom Flughafen Lahr (Baden-Württemberg) aus nach Rom zurückgeflogen. © dpa

Wie kam es eigentlich zu der ungewöhnlichen Idee dieser Internet-Gebetsinitiative? "Jemand von unserer Gruppe hat einen Artikel im Internet gelesen in dem alle Kardinäle für die Papstwahl kurz mit Bild vorgestellt wurden. In diesem Moment war der Impuls da 'Betet für meine Kardinäle' und das Schlagwort 'Adopt a Cardinal'", berichtet Julia Kleinheinz. Nachdem wir auch in einem kleinen Kreis darüber gebetet haben, hat es sich bei allen bestätigt und sofort durchgesetzt."

Zunächst sollte es nur eine überschaubare Initiative im Rahmen von "Jugend 2000" werden. "Wir wollten unsere Freunde, Bekannten mit ins Boot holen", erzählt die Mitinitiatorin. "Mit 1000 Teilnehmern wären wir mehr als zufrieden gewesen. Aber was dann kam, war nur noch krass." Kleinheinz & Co. unterschätzten den Multiplikatoren-Effekt der sozialen Netzwerke Twitter und Facebook. "Jeder von uns kennt auch Katholiken aus anderen Ländern. Und die haben dafür gesorgt, dass es sich wie eine Lawine verbreitet."

Beckenbauer, Riesch und andere Promis über den Papst

Beckenbauer, Riesch und andere Promis über den Papst

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU - l) und der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein, präsentieren in München Gänsweins Buch "Benedikt XVI. - Prominente über den Papst". In dem Buch sprechen anlässlich des 85. Geburtstages des Papstes prominente Vertreter aus Kirche, Politik, Sport und Wirtschaft über ihre persönlichen Begegnungen und über sein Wirken in Kirche und Welt. © dpa
Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer traf Papst Benedikt vor der Fußball-WM 2006 bei einer Audienz auf dem Petersplatz – und war überrascht, dass der Heilige Vater von sich aus begann, über Fußball zu sprechen. © dpa
Die Ruhe, Würde und die Herzlichkeit von Benedikt haben Beckenbauer tief beeindruckt. „Ich habe schon viele große Persönlichkeiten getroffen, aber diese Begegnung war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben, den ich nie vergessen werde.“ © dpa
Diese Begegnung habe sein Leben verändert: „Ich gehe seitdem wieder häufiger in die Kirche.“ © dpa
Im Gespräch mit Beckenbauer sprach der Papst auch über die Chancen der deutschen Mannschaft bei der damals anstehenden WM 2006: "Er meinte, sie sei im Moment doch sehr gut. Das sah ich damals nicht ganz so. Deshalb entgegnete ich ihm, sie sei zumindest auf dem Weg, eine gute Mannschaft zu werden. Darauf lächelte er milde." © dpa
Eine herrliche Anekdote erzählt der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber über den Papst. Für dessen Besuch im Jahr 2006 sei ursprünglich ein Termin während des Oktoberfestes vorgesehen gewesen. Das Münchner Ordinariat, so Stoiber, hätte zwar versucht, den Vatikan auf diese „Überschneidung“ hinzuweisen, sei damit aber nicht bis zum Heiligen Vater durchgedrungen. © dpa
Erst nach einer Intervention Stoibers wurde Benedikt XVI. schließlich doch noch persönlich über das Dilemma unterrichtet. Stoiber: „Die Reise wurde verlegt. Papst Bendikt XVI. hat selbst dafür gesorgt.“ © dpa
Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef schätzt vor allem das persönliche Gespräch mit dem Kirchenoberhaupt: “Gerade dem Politiker kann theologische “Nachhilfe“ von höchster Stelle gelegentlich nicht schaden.“ © dpa
Über den humorvollen Papst berichtet Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. „Ja es stimmt: Der Papst lacht gern.“ Allerdings habe Benedikt XVI. einen ganz besonderen Humor. Er sei feinsinnig, manchmal hintergründig und von einer gewissen liebenswürdigen Distanz geprägt – aber immer den Menschen zugewandt. © dpa
Marx nennt diesen Humor „theologisch“, weil er das Schwere und Angestrengte leichter werden lasse, „weil die Wirklichkeiten dieser Welt ja nicht das letzte Wort haben“. Allerdings räumt der Kardinal ein, dass diese Interpretation vielleicht ein wenig gewagt sei. © dpa
Politik-Urgestein Peter Gauweiler schildert gleich mehrere Begegnung mit dem Papst. Unter anderem berichtet er über dessen Rede im Deutschen Bundestag: © dpa
legte sich um das Reichstagsgebäude eine Atmosphäre erwartungsvoller Stille, wie ich sie an diesem Ausnahmeort der deutschen Politik noch nie erlebt habe. Es war fast ein bisschen wie zu Hause, als wir Kinder waren, beim Warten aufs Christkind.“ © dpa
Gauweilers Fazit: „Ich bin ein lutherischer Benedikt-Anhänger. Er ist der oberste Bischof der Christenheit. Meine bevorzugten Kirchenväter heißen Joseph Ratzinger und Martin Luther.“ © dpa
Die Skirennläuferin Maria Höfl- Riesch erzählt, wie wichtig der Glaube an Gott als ihr Wegbegleiter war und ist. „Seit Joseph Ratzinger Papst ist“, schreibt sie, „beschäftige ich mich bewusster mit meinem Glauben © dpa
"Seine Wahl (…) war für mich Anlass, mich selbst zu hinterfragen, wo ich eigentlich stehe und was mir wichtig ist im Leben.“ © dpa
Die Sportlerin gehe aus termingründen nicht mehr regelmäßig in die Kirche, trotzdem sei ihr der Glaube immer noch sehr wichtig. „Ich finde, zum Beten braucht man nicht unbedingt eine Kirche (…), beten kann man überall, zu jeder Zeit. Manchmal bete ich noch kurz vor dem Start, im Stillen, nur für mich.“ © dpa
Der Unternehmer Claus Hipp schreibt über den papst: "Das ist das, was mich bei den Äußerungen Papst Benedikts XVI. immer wieder von Neuem begeistert: dass er bescheiden und mit einfachen Worten uns den Glauben näherbringt – ohne Argumente oder theoretische Abhandlungen, die in einer wahrscheinlich abgehobenen Sprache sowieso nur Wissenschaftlern verständlich wären." © dpa
Hipp weiter über Benedikt XVI.: "Er tritt bescheiden auf, ohne mit seinem Wissen beeindrucken zu wollen. Er tritt aber fest auf, sodass er mit seiner Erkenntnis überzeugt. Aus der eigenen Sicherheit kommt die Stärke, sein Wissen bei anderen auf fruchtbaren Boden fallen lassen zu können." © dpa
Hipps Fazit über den Papst: "Die Ausstrahlung, die dieser Mann hat, diese innere Ruhe und Würde und seine Herzlichkeit – das hat mich stark beeindruckt." © dpa
Wolfgang Schäuble ist froh, dass der Papst die Diskussion über Gott wieder mehr in der öffentlichen Diskussion etabliert hat. © dpa
Schäuble: "Denn es ist dieser Glaube, durch den sich das eigene Leben auf eine Instanz bezieht, die größer ist, als man selbst, auf eine Instanz, die wir uns nicht selbst zurechtmachen und vor der wir deshalb unser Tun und Lassen verantworten müssen." © dpa
Georg Gänswein (Herausgeber): "Benedikt XVI. – Prominente über den Papst", Media Maria Verlag, 19,95 Euro. © dpa

Nach wenigen Tagen stieß die Webseite adopt a cardinal aufgrund der zigtausend Adoptions-Anfragen an seine Grenzen. Der Provide, der Speicherplatz für die Seite zur Verfügung stellte, schob angesichts der gewaltigen Zugriffszahlen einen Riegel vor. "Wir mussten Speicherplatz einkaufen - sonst hätten wir keine Kardinäle mehr vermitteln können."

Julia Kleinheinz selbst hat übrigens Kardinal Polycarp Pengo, Erzbischof von Dar es Salaam in Tansania adoptiert. "Er steht mittlerweile als Name an meiner großen 3,5 m langen Gebetswand und ich schließe ihn täglich in mein Gebet mit ein", berichtet die Allgäuerin.

Von den deutschen Kardinälen hat auch schon einer Wind von der Gebetsinitiative bekommen: Nämlich Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. "Wir haben ihm im Rahmen der letzten Generalaudienz Benedikts XVI. in Rom ganz kurz eine kleine Information davon geben können. Er hat sich sehr erfreut darüber gezeigt und uns gesagt, dass er sich die Seite einmal genauer anschauen wolle."

Egal wie viele Menschen bis zum Konklave noch einen Kardinal adoptieren: Für Mitorganisatorin Julia Kleinheinz und ihre Mitstreiter bleibt auf jeden Fall eine unglaubliche geistliche Erfahrung: "Jetzt haben wir wirklich ein Gespür für unsere Weltkirche. Und man merkt: Gebet ist etwas Universelles, das alle Menschen eint."

fro

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