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Abführmittel in Cola: Neuer Prozess

Erlangen/Eckental - Aus purem Neid hatten sie ihrem Kollegen Abführmittel in die Cola geschüttet - jetzt sitzen sie in Haft. Im Februar wird der Prozess nun neu aufgerollt.

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Aus purem Neid: Kollegen schütten Abführmittel in Cola

Abführmittel in Cola: Kollegen bekommen Haftstrafen

Eine Frau und ein Mann schütten einem Kollegen Abführmittel in die Cola und werden dafür wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt - doch nun wird der Fall vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth neu aufgerollt. Ursprünglich sollte am Donnerstag der Berufungsprozess mit einer neuen Beweisaufnahme beginnen. Er sei jedoch kurzfristig auf den 24. Februar verlegt worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Sowohl die beiden vom Erlanger Amtsgericht zu einer Haftstrafe verurteilten Mitarbeiter einer Firma in Eckental (Landkreis Erlangen-Höchstadt) als auch die Staatsanwaltschaft waren in Berufung gegangen.

Die 40-jährige Frau war zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden, ihr 53 Jahre alter Kollege zu einem Jahr und drei Monaten. Zwei geständige Mitarbeiterinnen kamen mit Bewährungsstrafen davon. Doch das Urteil des Amtsgerichts war durch die Berufung nicht rechtskräftig geworden.

Ende 2009 hatten die Angeklagten ihrem Kollegen Abführmittel in die Cola gemischt. Dieser erlitt Magenkrämpfe und Durchfall und brach später mit Kreislaufproblemen zusammen. Weil er am nächsten Tag aber wieder zur Arbeit kam, wiederholten die vier Kollegen ihre Tat. Als Motiv hatte die Staatsanwaltschaft angeführt, dass die 40-Jährige sich bei der Vergabe einer leitenden Funktion übergangen fühlte.

dpa

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