Kuriose Kommunionsfeier

Laserschwert-Segen!

Jedi-Ritter am Altar: Gemeindereferent Nicolas Gkotses geht bei Kommunion im Pfarrverband Vier Brunnen „Star Wars“-Wege – und begeistert in der Kirche die Kinder und deren Eltern.

Ähnliche Kirchen, ähnliche Kleidung, ähnliche Gesichtsausdrücke – die Erinnerungsfotos von Erstkommunionen gleichen sich meist relativ stark. Nicht so die, die jetzt die Familien gemacht haben, deren Kinder im Pfarrverband Vier Brunnen (St. Stephan in Putzbrunn, St. Ulrich in Grasbrunn, St. Magdalena in Ottobrunn und St. Stephanus in Hohenbrunn) Erstkommunion gefeiert haben. Ihre Erinnerungsfotos ziert ein leuchtend grünes Laserschwert, das vor allem Fans der Film-Reihe „Star Wars“ bekannt sein dürfte.

Die Idee zu dieser doch eher ungewöhnlichen Art, die Kommunions-Feier zu gestalten, hatte der Gemeindereferent Nicolas Gkotses (2.v.l.) – und begeisterte damit Kinder und Eltern gleichermaßen. „Unser Sohn Luca ist totaler Star Wars-Fan. Und der Gemeindereferent hat es mit seinem Vergleich geschafft, Glaube und Kirche in das Leben von Luca zu integrieren. Wir sind richtig beglückt aus dem Gottesdienst gegangen“, erzählt beispielsweise Heidi Franzel. Ihr Eindruck – kein Einzelfall: „Tatsächlich habe ich nach sechs Erstkommunionen genau von einer kritischen Stimme gehört“, sagt Gkotses. Auf der anderen Seite habe er aber per e-Mail und persönlich eine Vielzahl an positiven Reaktionen bekommen.

Auf die Idee zum Star Wars-Gottesdienst haben den 28-Jährigen gewissermaßen die Kinder selbst gebracht: „Ich kenne die Kinder aus dem Religions-Unterricht in der Schule. Und nach der Stunde gab es immer nur ein Thema: Star Wars. Das Evangelium muss ja in der heutigen Zeit verkündet werden, also sollte man auch seine Inhalte auf neuen Wegen darstellen können.“ Dieser Meinung schloss sich auch Pfarrer Christoph Nobs an – und griff die Laserschwert-Idee kurzerhand für den Segen auf (Foto).

Dennoch: „Ein Schwert in der Kirche, da muss man schon vorsichtig sein“, weiß Nicolas Gkotses. Deshalb sei er sehr sensibel mit dem Thema umgegangen. „Glaube darf schließlich nicht kriegerisch sein. Es ging mir mehr um die Jünger, die ganz begeistert vom Glauben sind. ,Möge die Macht mit euch sein‘ – das hat ja schon einen religiösen Touch.“ 

Und noch an anderer Stelle bewies der Gemeindereferent Hintergrundwissen: Natürlich musste es für den Gottesdienst das grüne Laserschwert von Luke Skywalker, und nicht das rote von Darth Vader sein. Ob die Kommunions-Kinder allerdings auch im kommenden Jahr in den Genuss des Star Wars-Segens kommen, steht noch in den Sternen. Denn auch künftig möchte Gkotses an die Lebenswirklichkeit anknüpfen. „Und vielleicht ist bei den Kindern nächstes Jahr schon ein ganz anderes Thema interessant.“

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