Moosachs Senioren gehen auf die Barrikaden
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Hallo München
Moosach, 08.07.2011 12:00 |
 Wollen sich nicht mehr alles von der Stadt gefallen lassen: Moosacher Senioren. Foto: bit 50er-Bus abgeschafft, Bürgerbüro abgelehnt – jetzt wird auch noch die Meldestelle verlegt:
Moosach Jetzt reicht es: Erst wurden den Senioren in Moosach zwei Haltestellen der Buslinie 50 weggenommen, dann wurde ihr Wunsch nach einem Bürgerbüro im Viertel abgeschmettert – und nun soll auch noch die Meldestelle von der Leonrodstraße an die Landshuter Allee verlegt werden. „Die Stadt meint, mit uns Alten kann sie alles machen. Wir lassen uns das aber nicht mehr gefallen“, sagt Mechthilde Löffelmann, Vorsitzende der Seniorenvertretung Moosach.
Gemeinsam mit ihren Kollegen und Moosacher Bürgern hat die Vorsitzende bereits Unterschriften gesammelt – innerhalb von drei Tagen haben über 400 Menschen unterschrieben, die gegen einen Umzug der Meldestelle sind. Die ist bisher in der Leonrodstraße in Neuhausen – eh schon kein Idealzustand. Noch dazu wurde immer wieder versprochen, dass Moosach eine eigene Meldestelle im Viertel bekomme, sagt Mechthilde Löffelmann – so sollte der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden. Denn früher gab es an der Dachauer Straße ein Büro, wo man sich um Personalausweise, Kfz-Zulassungen, Meldeangelegenheiten und Ähnliches kümmerte.
Seit die Mitarbeiter an die Leonrodstraße umgezogen sind, müssen die Moosacher einen weiten Weg in Kauf nehmen. Und der soll sich jetzt auch noch vergrößern. Nickt der Stadtrat die Pläne des Kreisverwaltungsreferats in seiner Sitzung am 29. Juli ab, zieht die Meldestelle an die Lanshuter Allee 8-10. „Hier haben wir geeignete Räume gefunden, die auch verkehrlich gut erschlossen sind“, sagt Referatssprecher Klaus Kirchmann. Das aber sehen Moosachs Bürger ganz anders: „Man muss dreimal umsteigen und dann noch ein Stück zu Fuß gehen, bis man endlich da ist“, klagt Sigrid Kabis. „Eine Frechheit ist das“, merkt Bruno Spät an. Beide verstehen nicht, warum die Meldestelle für Moosachs Bürger nicht im neuen Gebäude integriert werden kann, das auf dem Bunzlauer Platz geplant ist – dort sollen eine Kinderkrippe und Sozialwohnungen entstehen. Doch dieser Standortvorschlag, den auch der BA favorisierte, wurde, wie auch alle anderen Vorschläge, von der Stadt abgelehnt. Allerdings haben die Verantwortlichen die Rechnung ohne die Senioren gemacht: „Wir kämpfen weiter, sammeln Unterschriften und stellen wieder Anträge“, sagt Mechthilde Löffelmann. Tanja Bitterer |
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