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Hey Baby!


Nachricht von: Hallo München
Ludwigsvorstadt, 14.09.2011 12:00


Rebecca – ein echtes Münchner Schausteller-Kindl: Die ersten sechs Jahre ihres Lebens glaubte Rebecca Perz, ihr Geburtstag sei am 22. Oktober statt am 22. September 1990. „Wir mussten sie ein bisschen beschwindeln, weil wir ja erst im Oktober mit ihr feiern konnten“, erzählt Mama Ingrid (52). Mittlerweile hat sich Rebecca damit abgefunden, dass sie ihren Geburtstag erst nach 23 Uhr feiern kann – wenn der Stand der Familie Perz mit glasierten Früchten schließt. „Trotzdem bin ich stolz, ein Wiesn-Kindl zu sein. Schließlich sind meine Eltern seit Generationen Schausteller“, betont Rebecca. Die Familie ihrer Mutter, eine geborene Krug, ist seit 1887 auf der Wiesn. Mit 19 Jahren machte Ingrid sich selbstständig mit einem elektrischen Ballwerfen, das sie und Mann Manfred (52) bis 1990 führten. „In dem Jahr kam dann auch Rebecca zur Welt, ich lag 24 Stunden in den Wehen in der Geburtsklinik in der Maistraße.“ Als Rebecca da war, kamen ganz viele Kollegen mit Blumen – es war ja nicht weit von der Wiesn.“ Und vier Tage nach der Geburt half Ingrid schon wieder am Standl. „Die Oma hat im Wohnwagen aufgepasst, und ich konnte immer schnell vorbeischauen.“
Für diese Wirte und Schausteller kam der Nachwuchs zur Hochsaison

München Sie werden in eine ganz besondere Welt hineingeboren – in eine Wiesn-Welt. Das Oktoberfest liegt dem Wirte- und Schausteller-Nachwuchs im Blut. Besonders gut passt es dann, wenn der Geburtstermin auch noch in die fünfte Jahreszeit zwischen September und Oktober fällt. In Hallo München erzählen drei stolze Wiesn-Kindl – beziehungsweise deren Eltern – von den aufregenden Tagen vor, während und nach der Geburt. Maren Kowitz


Mit drei Tagen schnupperte Niclas Wiesn-Luft: „Als ich meinem Vater sagte, dass ich schwanger sei, war seine erste Reaktion: ,Des hätt’st ja besser planen können‘“, erinnert sich Silja Schrank-Steinberg, Junior-Chefin des Hofbräu-Zeltes. Denn der Geburtstermin ihres ersten Kindes fiel genau auf den Anstichtag 2001. Der kleine Niclas ließ sich einen Tag länger Zeit – kam am Sonntag, 23. September, im Rechts der Isar zur Welt. Mit dem drei Tage alten Niclas machte sie damals dann den ersten Wiesn-Ausflug: „Ich hab nur im Stüberl bei uns ein Hendl gegessen, aber ich brauchte ein bisschen Wiesn-Luft“, erzählt Schrank-Steinberg. Heuer wird Niclas zehn Jahre – und darf bei einem Wiesn-Bummel alles fahren, was er möchte. Richtig gefeiert wird dann wie jedes Jahr erst Mitte Oktober.



An Stefanies 18. stand das Hippodrom Kopf: Papa Sepp Krätz musste sich ganz schön beeilen, um es am 5. Oktober 1989 rechtzeitig ins Krankenhaus nach Gräfelfing zu schaffen – dort erblickte seine kleine Tochter Stefanie um 15.05 Uhr das Licht der Welt. Und für das ehemalige Münchner Kindl gibt es nichts Schöneres, als auf der Wiesn Geburtstag zu feiern. „Als ich noch kleiner war, habe ich mittags auf dem Oktoberfest mit der ganzen Familie gegessen.“ Zu ihrem 18. Geburtstag ermöglichte ihr Hippodrom-Wirt Krätz eine Riesen-Party im Festzelt. „Das war schon sehr besonders – meine Freundinnen haben mir auf der Bühne ein Ständchen gebracht.“


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