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Auf dem Laufband in den OP?


Nachricht von: Hallo München
Harlaching, 20.07.2011 12:00


Christoph 1 fliegt 1400 Einsätze im Jahr. Laut Verantwortlichen soll künftig ein Flug am Tag auf dem neu geplanten Hubschrauberdachlandeplatz landen. Foto: Archiv
Harlachinger protestieren gegen zweiten Hubschrauberlandeplatz und schlagen Alternativen vor

Harlaching Der Saal brodelte. Über 300 Bürger waren zur Einwohnerversammlung gekommen, um die Zukunft Harlachings zu diskutieren. Neben der zunehmenden Verdichtung der Gartenstadt, gegen die die Stadt sich machtlos zeigte, gab es vor allem ein Thema: Der Teilersatzbau des Klinikums Harlaching (Hallo berichtete). Da gab es vor allem zwei Streitpunkte: Die Bürger fühlten sich von Stadt und Klinikum bei der Prüfung der von ihnen vorgeschlagenen Alternativen nicht ernst genommen. „Um den Neubau teilweise oder ganz auf das Grundstück in den Süden zu verlegen, stimmen weder die planungsrechtlichen, baurechtlichen noch die umweltschutzrechtlichen Voraussetzungen“, erklärte der Referent für Umwelt und Gesundheit, Joachim Lorenz. Das öffentliche Interesse, das eine Eingemeindung ermögliche, sei nicht gegeben.
Auf der anderen Seite wurden die Hubschraubergegner als Egoisten bezeichnet, die sich gegen die schnellstmögliche Rettung von Menschenleben einsetzen würden. „Doch wenn erst der zweite Hubschrauberdachlandeplatz eingerichtet ist, werden auch Verlegungsflüge dorthin geflogen – wir fordern laufend Flug-Aufzeichnungen, die für Bürger einsehbar sind“, so ein Anwohner. Bernd Pfeifer von der Bürgerinitiative „Auf dem Boden bleiben“ machte den Vorschlag: „Der bestehende Hubschrauberlandeplatz könnte durch eine Brücke mit Horizontallaufband – wie an Flughäfen üblich – mit den OPs verbunden werden“. Diese beiden Forderungen gehören zu den verabschiedeten Anträgen, mit denen sich jetzt der Bezirksausschuss auseinandersetzen wird.
Außerdem noch heftig umstritten bei dem bis 2020 in drei Bauabschnitten geplanten Projekt: Die Bauvoranfrage für ein 400 Parkplätze umfassendes Parkhaus an der Seybothstraße, wieviele Bäume tatsächlich gefällt werden müssen – hier schwanken die Zahlen zwischen 180 bis 500 – und der befürchtete Verkauf der frei werdenden städtischen Grundstücke und des Schwesternwohnheims.
Maren Kowitz



Ministerrat segnet 74 Millionen ab

Am 19. Juli hat der Ministerrat des Bayerischen Landtags das Jahreskrankenhausbauprogramm für 2012 verabschiedet. Unter den zwölf Projekten, die für 2012 geplant sind, nimmt der Teilersatz-Neubau des Klinikum Harlaching mit einem Investitionsvolumen von 74,49 Millionen Euro mit Abstand den größten Part ein (den zweitgrößten Anteil erhält die Sendlinger Sana-Klinik mit zwölf Millionen Euro). „Mit der Einplanung in die Jahreskrankenhausbauprogramme erhalten alle Projekte Planungssicherheit und die Krankenhausträger können ihre betreffenden Planungen unverzüglich realisieren“, erklärte Gesundheitsminister Dr. Markus Söder, der die Planungen in Harlaching besonders für ihre energetischen Verbesserungen und Ökologie lobte. mak

Ihre Kommentare

23.07.2011 10:50, Haidhausen
Sorry, aber jeder der gegen Rettungshubschrauber ist, sollte solang er nicht von seiner Einstellung abrückt,vom Transport mit eben solchen ausgeschlossen werden!!! Punkt! Aus!
Ich wohne übrigend selber in unmittelbarer Nähe des Klinikums rechts der Isar, wo regelmäßig Rettungshubschrauber starten und landen!

10.08.2011 00:22, Harlaching
Hallo Unbekannte/r,
haben Sie auch einen Namen und können Sie Ihren Standpunkt faktisch untermauern, statt anonym rein emotionalen Blödsinn in Form eines so banalen Kommentars hier abzugeben? Vielleicht sind die Gegner dieses zusätzlichen Hubschrauberstart und -landeplatzes (Harlaching hat bereits einen Bodenstart- und Landeplatz, soll aber noch einen zusätzlichen auf dem Dach des Neubaus erhalten - wahrscheinlich einzigartig in Deutschland!) - durchaus für eine Modernisierung des Harlachinger Klinikums. Sie hinterfragen nur die Machenschaften der politischen Verantwortlichen der Stadt München in Konzept und wirtschaftlicher Umsetzung kritisch bzw. versuchen einvernehmliche Alternativen auch für die Anwohner und das Klinikum zu finden. Glauben Sie ernsthaft, hinter den Planungen der Stadt stehen rein menschliche Interessen und das Versorgungswesen inkl. der allgemeinen Rettungsausstattung mit einer Luftrettungseinrichtung wird von den politischen/städtischen Verantwortlichen nicht auch wirtschaftlich betrachtet? Und glauben Sie ernsthaft, kritische Bürger und Bürgerinnen Harlachings, die bereits seit Jahren mit dem vorhandenen Hubschrauberstart- und Landeplatz - übrigens dem ältesten in Deutschland - leben, sind gegen Luftrettung im Allgemeinen? Befassen Sie sich erst mal mit den Internas, bevor Sie so einen unqualifizierten Kommentar abgeben.
Dazu eignet sich als kleine (Denk-)Anregung für Sie in diesem Zusammenhang, um die Komplexität des Gesamtprojektes Klinikum Harlaching zu verstehen der Leitartikel der AZ vom 09.08.2011 "Mitten in Harlaching - Stadt lässt 82 Wohnungen vergammeln" (es handelt sich um die Wohnungen im Schwesternwohnheim). Nehmen Sie diesen Artikel zum Anlass, die Machenschaften der Stadt, allen voran die des für die Gesundheitspolitik verantwortlichen beruflichen Stadtrat der Grünen, Joachim Lorenz, ganzheitlich bei der Umsetzung ihrer Interessen zum Neubau des Harlachinger Klinikums zu hinterfragen. Sie werden feststellen, das Projekt ist viel vertuschter als Sie vermuten...

Michael Frost
- kritischer Bürger aus Harlaching und Befürworter sinnvoller Luftrettung



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