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Neues Leben im Bahn-Werk


Nachricht von: Hallo München
Freimann, 05.08.2011 12:00


Ein kleiner Teil eines riesigen Gebäudes: Das Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks umfasst übr 40 000 Quadratmeter. Das entspricht mehr als vier Fußballfeldern. Fotos: Bitterer/kn
Freimann: Auf über 40 000 Quadratmetern entstehen unter anderem ein Auto-Museum und Läden

Freimann
Endlich wird es wachgeküsst... Das ehemalige Bahn-Ausbesserungswerk in Freimann, die größte Halle in Süddeutschland, bekommt eine neue Nutzung. Geplant sind auf dem Areal zwischen Lilienthalallee und Maria-Probst-Straße unter anderem ein Oldtimer-Museum, ein Baumarkt, Läden und Räume für Musikgruppen. Der Stadtrat hat das Konzept der CA Immo Deutschland GmbH bereits genehmigt.
Damit ist der Wunsch des Bezirksausschusses (BA), das riesige Gebäude als sozio-kulturelles Zentrum zu nutzen, vom Tisch. BA-Chef Werner Lederer-Piloty findet’s nicht schlimm: „Die Vorteile überwiegen. Wichtig ist, dass sich endlich überhaupt etwas tut“, sagt er. Während er den Baumarkt als „kleine Kröte, die man schlucken muss“ bezeichnet, ist er vom so genannten „Forum für Fahrkultur“ begeistert. Auf über 24 000 Quadratmetern werden Oldtimer ausgestellt, es gibt entsprechende Werkstätten, Sonderausstellungen, Läden, Gastronomie-Betriebe, Büros – sogar ein Hotel ist dabei. Darin wünscht sich der BA-Chef ein Schwimmbad, das öffentlich zugänglich ist. Ob dies verwirklicht werden kann, wird im weiteren Verfahren geprüft, heißt es bei der Stadt. Ebenso, ob Musikräume im südlich angrenzenden Teil des insgesamt über 40 000 Quadratmeter großen Areals, das seit Jahren ungenutzt ist, zur Verfügung gestellt werden können – ein weiterer Wunsch des BAs.
Der hatte ursprünglich den Plänen zugestimmt, trat dann aber auf Bestreben der CSU wieder zurück und forderte, das Gebäude als multifunktionales Zentrum mit kommerziellen, kulturellen und sozialen Funktionen zu nutzen. Doch daraus wird nun nichts. „Dafür bekommen wir aber eine wahre Attraktion für Freimann, ein Erlebniszentrum“, betont Werner Lederer-Piloty. Wann es so weit sein wird, steht allerdings noch in den Sternen. Jetzt muss erst einmal der Bebauungsplan aufgestellt werden. Läuft alles nach Plan, könnten in etwa eineinhalb Jahren die Bagger anrücken. Bis dahin ist dann auch klar, ob das so genannte Luttergebäude, das ehemalige Kantinengebäude nördlich des Kesselhauses, und die mächtigen Mauern des ehemaligen Kohlebunkers neben dem Kesselhaus erhalten bleiben können – auch das fordert der Bezirksausschuss. Tanja Bitterer

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