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Neues Zentrum für die Fasanerie


Nachricht von: Hallo München
Feldmoching, 07.09.2011 12:00


Kommt der Straßentunnel in der Fasanerie, könnte sich rund um den heutigen Bahnübergang ein neues Zentrum bilden. Was dort alles angesiedelt werden könnte, hat Klaus-Heinz Schreibauer mit Waltraud Schmölzer bereits ausgetüftelt. Fotos: bit/kn
BA 24 stimmt für Straßentunnel am Bahnübergang – Anwohner freuen sich und entwerfen Plan für ihr Viertel

Fasaneri
e Klaus-Heinz Schreibauer und Waltraud Schmölzer jubeln: Die beiden sind zwei von rund 130 Münchnern, die in der Himmelschlüsselstraße in der Fasanerie wohnen – und in ein paar Jahren nicht mehr vom Verkehr geplagt sein werden. Denn jetzt hat sich auch der BA für die Vorzugslösung der Stadt, den Bahnübergang in der Fasanerie zu untertunneln, ausgesprochen. Das bietet Möglichkeiten: Klaus-Heinz Schreibauer, von Beruf Architekt, hat bereits einen Plan für ein neues Zentrum entworfen.
Seit Jahren kämpfen die Anwohner der Himmelschlüsselstraße für die Straßenunterführung – insgesamt sind über 7000 Fasanerieler von dem Stau- und Verkehrsproblem am Bahnübergang betroffen. 60 von ihnen kamen zuletzt zu einem von der Stadt einberufenen Runden Tisch. Dort wurde abgestimmt, was die Bürger eigentlich möchten: Für die rund 20 Millionen Euro teure Unterführung sprachen sich zwölf Personen aus, 19 hielten an der sogenannten Troglösung (die Gleise werden in einen Trog verlegt), die etwa 100 Millionen Euro verschlingen würde, fest. Für Klaus-Heinz Schreibauer unverständlich: „Wir brauchen eine Lösung, die finanzierbar ist“, sagt er und wirft den Mitgliedern der Interessensgemeinschaft Fasanerie Polemik vor: „Die behaupten immer, die Mehrheit sei gegen den Tunnel. Das stimmt nicht.“
Das sieht auch der BA so – und hat grünes Licht für die Unterführung gegeben, die südlich der jetzigen Kreuzung entstehen soll. Der derzeitige Bahnübergang soll dann schließen – hier wird ein Fuß- und Radwegtunnel gebaut. Und an dieser Stelle setzen die Planungen von Klaus-Heinz Schreibauer und Waltraud Schmölzer an. So könnten am jetzigen Bahnübergang eine Bushaltestelle, ein Taxistand und P+R-Parkplätze entstehen. Die Unterführung sollte eine großzügige Rampe sein, rundherum gibt es Sitzgelegenheiten, Brunnen und viel Grün. Besonderes Zuckerl für das neue autofreie Zentrum mit Supermarkt, Metzger, Bäcker, Café, Kiosk und Biergarten: „Die behindertengerechte Rampe könnte großzügig mit Glas überdacht werden“, sagt der 69-Jährige.
Ob seine Planungen umgesetzt werden? „Dem BA gefallen sie, er hat Teile an den Stadtrat weitergegeben“, sagt er. Derzeit prüft die Stadt die Wünsche des Viertel-Gremiums – noch in diesem Jahr ist mit einer endgültigen Entscheidung des Stadtrats zu rechnen, sagt Baureferatssprecherin Nina Lindinger.
Klaus-Heinz Schreibauer freut sich darauf – seinen Entwurf für das Zentrum, das er „Gärtner Platz“ getauft hat, hat er mit 2015 überschrieben. „Ob dann alles fertig ist, bezweifele ich. Aber es ist eine gute Idee. Und für die haben wir einen langen Atem.“ Tanja Bitterer

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